Biesenthal . Am Filmfestival der Aktion Mensch nimmt Biesenthal zusammen mit 120 anderen deutschen Städten teil. Es steht unter dem Motto "ueber Macht". Der Verein Kultur im Bahnhof e.V. will mit "ueber Macht" sensibilisieren für offensichtliche und subtilere Machtstrukturen, für legitime und illegitime Macht- und Herrschaftsverhältnisse.
Das Filmfestival vom 13. März bis 4. April thematisiert die vielfältigen Facetten von Macht. "Insgesamt acht aktuelle Dokumentarfilme regen zum Nachdenken an über Machtverhältnisse, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung", erläutert Anne Rauhut, Stadtkoordinatorin des Filmfestival
Auch große Namen sind dabei: Die Filmauswahl reicht von "Ihr Name ist Sabine", dem sehr persönlichen Regiedebüt von Sandrine Bonnaire, über eine Langzeitdokumentation des Wirkens Václav Havels bis zum Doku-Drama "Strange Culture" mit Tilda Swinton.
Bereichert wird das Festival durch Publikumsdiskussionen. So wird der Bernauer Jugendrichter Andreas Müller Spannendes beitragen, wenn es bei "Faustrecht" um das Thema Jugendgewalt geht, DREIST e.V. kennt sich mit dem Thema Magersucht zum Film bei "Die dünnen Mädchen" aus. Zu einer breiten öffentlichen Diskussion über Gentechnik laden anlässlich des Films "Monsanto - mit Gift und Genen" das Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik, die Lokale Agenda 21 und Vertreter der gentechnikfreien Region Uckermark-Barnim ein.
Mit den Hoffnungstaler Anstalten könne bei "Ihr Name ist Sabine" kritisch über Psychiatrie gesprochen werden, so Anna Rauhut. Von den Jugendlichen der Evangelischen Kirchengemeinde und des Kulti werde man hören, ob sie sich von den französischen Studentenstreiks in "Streik (t)raum" inspirieren lassen. Zu "Citizen Havel" besteht die Möglichkeit, mit dem Direktor des tschechischen Kulturzentrums zu sprechen.
Zum Abschluss erzählt der Film "Die Schuld, eine Frau zu sein", die Geschichte einer Selbstbefreiung, die um die Welt ging und Tamara Masri von der Frauenrechtsorgansiation Terre des Femmes wird dazu persönliche Erfahrungsberichte aus ihrer langjährigenArbeit beitragen.
Weitere Informationen zu den einzelnen Filmen gibt es in den ausliegenden Programmheften. Das Kino und Cafe im Kulturbahnhof (Bahnhofstr. 89a) sind jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Es gibt Kaffee, Kuchen, Imbiss sowie Getränke. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Asylbewerber und Kinder bis 14 Jahre frei
Start des Festivals ist am kommenden Freitag, 13. März, 19 Uhr mit "Die dünnen Mädchen". Infos zum Festival auch für Schulklassen unter 03337 739081 oder 03337 490718 sowie im Veranstaltungskalender unter: www.biesenthal.d e
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