Biesenthal . Im Rahmen des Filmfestivals "ueber macht" der "Aktion Mensch" lädt die Lokale Agenda 21 am Sonntag, 15. März, in den Kulturbahnhof Biesenthal ein. Nach dem Dokumentarfilm "Monsanto, mit Gift und Genen", der um 15 Uhr beginnt, gibt es eine Diskussionsrunde. Sie beginnt um 17 Uhr. Als Referenten eingeladen sind Thomas Janoschka vom Aktionsbündnis gegen Gentechnik und Heiner Petersen von der Gentechnikfreien Region Uckermark-Barnim.
"Seit dem Jahr 2006 ist die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 für den Anbau in Deutschland zugelassen. Landwirten, die gentechnisch verändertes Saatgut nutzen wollen, wurde mit dieser Grundsatzentscheidung zugunsten der Agro-Gentechnik der Weg geebnet", erläuterte Josephine Löwenstein von dem Biesenthaler Bürgerforum der Lokalen Agenda 21. Landwirte, die dies nicht wollen, seien dagegen im Nachteil. Gebe es Verunreinigungen auf ihren Äckern, müssen sie nicht nur mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen, sondern sich außerdem noch mit ihren Nachbarn, die Gentech-Pflanzen angebaut haben, vor Gericht streiten, so die Vertreterin der Lokalen Agenda in Biesenthal.
Das Beispiel des bayrischen Imkers, der im letzten Jahr seine gesamte Honigernte wegen Verunreinigung mit Blütenpollen von gentechnisch verändertem Mais vernichten musste - auf eigene Kosten und ohne Entschädigung, zeige die Brisanz des Themas.
Die Lokale Agenda 21 Biesenthal will eine Initiative in der Region starten und bereits bestehende Aktivitäten zusammen bringen. "So gibt es bereits eine Gentechnikfreie Region Uckermark-Barnim, die bisher jedoch nördlich der Kreishauptstadt endet. Der gesamte südliche Barnim hat sich dem bisher noch nicht angeschlossen. Immer wieder wurden hier in der Vergangenheit Flächen für den Anbau von Genmais angemeldet, wie die - erst vor wenigen Tagen wieder zurückgezogene - Fläche in Weesow", informierte Josephine Löwenstein. Die Städte Eberswalde und Bernau haben sich bereits zur gentechnikfreien Kommune erklärt, noch nicht jedoch die Naturparkstadt Biesenthal.
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