. Mit einer Festveranstaltung zum 45-jährigen Bestehen und einem Tag rund um das Thema Stahl, veranstaltet von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, begann gestern die diesjährige Festwoche am Gauß-Gymnasium. Dabei gab es weniger Rück- als Ausblick. So sprach Festredner Dr. Benjamin Jörissen über die Lern- und Schulkulturen der Zukunft.
Werbung f³r ArcelorMittal: Personalchef Michael Schneider spricht mit Markus Peter und Dave Mowisch (13. Klasse/v.l.) ³ber Nachwuchsf÷rderung im Werk. Foto: GMD/DIetmar Horn
Weit mehr als 1000 Absolventen dürfte das Frankfurter Gauß-Gymnasium inzwischen haben. Nicht wenige sind anerkannte Wissenschaftler geworden, etliche aber auch erfolgreiche Unternehmer, so wie Uwe Gärtner, der mit seinem Unternehmen Gärtner Electronic Design seit zwei Jahren einen Schülerpreis stiftet und immer wieder auch Absolventen der Schule einstellt.
Er gehörte gestern genauso zu den von Schulleiterin Dr. Rita Lange begrüßten Gästen der Geburtstagsfeier wie der langjährige Schulleiter Dr. Wilhelm Weiss-Motz, Schüler, Lehrer, Eltern, Kooperationspartner, Freunde und Förderer der Bildungseinrichtung.
Schon die Gründung der Spezialschule 1964 folgte einem aktuellen Erfordernis: Das junge Halbleiterwerk brauchte fähige Nachwuchskräfte. Und seitdem, so Rita Lange, habe sich die Schule stets den Herausforderungen der Zeit gestellt. Das bestätigte auch Bürgermeisterin Katja Wolle, die den Stolz der Stadt auf das Gymnasium und seine vielen erfolgreichen Teilnehmer nationaler und internationaler Olympiaden auf den verschiedenen Wissensgebieten zum Ausdruck brachte und forderte: "Machen Sie weiter so."
Doch welche Anforderungen stellt das Leben heute an Lernen und Schule? Mit dieser Frage beschäftigte sich Festredner Dr. Benjamin Jörissen von der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg. Die zunehmende Globalisierung und Medialisierung der Welt verlange auch eine mediale Lernkultur, erklärte er.
Neben Wissen, das ständig erweitert und erneuert werden müsse, bekämen soziale und mediale Fähigkeiten mehr Gewicht. Darauf sollte sich Schule einstellen. Die Schüler hätten es längst. Sie könnten sich ein Leben ohne Medien heute gar nicht mehr vorstellen, seien nicht nur mit dem Handy, sondern auch in diversen Netzwerken ständig unterwegs. Schule sollte Chancen des medialen Lernens nutzen, aber auch Schülern im Umgang mit Gefahren wie Datenschutz oder Cybermobbing sowie bei der Überwindung digitaler Ungleichheit helfen.
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