Guben/Schenkendöbern . Rund 450 Kohlegegner haben am Sonntagnachmittag mit einem Sternmarsch gegen die geplante Abbaggerung ihrer Dörfer in der Niederlausitz protestiert. Die Demonstranten trafen sich trotz widriger Wetterverhältnisse bei Kerkwitz zur ersten Protestaktion in diesem Jahr. An der Veranstaltung beteiligten sich neben den Einwohnern der betroffenen Orte Atterwasch, Grabko und Kerkwitz auch Sympathisanten aus den 13 Ortsteilen der Großgemeinde Schenkendöbern sowie Vertreter von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen. Auch die aus Atterwasch stammende Landtagsabgeordnete Monika Schulz (CDU) und die umweltpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, Carolin Steinmetzer-Mann, waren anwesend.
Die Demonstranten marschierten sternförmig aus den betroffenen Orten zum "Alten Schafstall", einer Wiese bei Kerkwitz, zur abschließenden Kundgebung. Die Protestaktion habe unter dem Motto "Abbaggerung und Vertreibung - mit uns nicht" gestanden, sagte der Bürgermeister von Grabko und Versammlungsleiter Fred Wirth (parteilos). Der Energiekonzern Vattenfall hatte im September Pläne zum Aufschluss neuer Tagebaue und zur damit notwendigen Umsiedlung der drei Orte bekanntgegeben. Rund 900 Einwohner würden demnach ihre Heimat verlieren und müssten umgesiedelt werden.
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