. Die Genossen haben wieder Hoffnung. Ihr Kanzlerkandidat ist angriffslustig wie nie zuvor. Er hat die motivierenden Worte gesprochen, die die SPD nach der Europawahl-Schlappe so dringend brauchte. Die schwerste Aufgabe der Sozialdemokraten wird es nun sein, das Wahlvolk zu euphorisieren und vom Programm zu überzeugen. Viel Zeit bleibt nicht.
Die SPD beansprucht die Mitte der Gesellschaft für sich. Damit ist sie aber nicht allein. Zudem brauchen die Sozialdemokraten definitiv einen Koalitionspartner. Hier wollen sie sich aber nicht festlegen. Der Wähler weiß nicht wirklich, was er bekommt.
Bei aller Begeisterung über den Kanzlerkandidaten: Wirklich Neues hat er in Berlin nicht erzählt. Es geht darum, die Krise zu meistern und Arbeitsplätze zu erhalten. Ein löbliches Ziel. Doch allein mit staatlichen Hilfen ist dieses nicht zu erreichen. Zumal das beim Steuerzahler in der Mitte nicht so gut ankommt. Die SPD klammert sich weiter an die Hoffnung, wie einst Gerhard Schröder, die CDU auf den letzten Metern abfangen zu können. Schröder kämpfte aber nicht gegen eine Amtsinhaberin.
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