. Die erhoffte "Grüne Revolution" blieb aus. Der heiße Wahlkampf, die große Beteiligung am Urnengang hatten viele Beobachter in der Erwartung bestärkt, Irans Amtsinhaber, der Holocaust-Leugner und Provokateur Ahmadinedschad, würde abgewählt. Doch am Tag danach macht sich Ernüchterung breit - der Wunsch war der Vater des Gedanken. Diktatoren verlieren keine Wahlen. Die Geschichte lehrt es.
Schon der Wahlkampf zeigte es, die brutalen Szenen zwischen den Anhängern des unterlegenen Herausforderers Mussawi und der Polizei liefern weitere Beweise: Das von Mullahs seit 30 Jahren regierte Land steckt in einer tiefen Krise. Nie zuvor traten die Gegensätze zwischen moderner, städtischer Bevölkerung und dem einfachen, tief religiösen Volk auf dem Lande so deutlich an das Licht.
Trotz des dubiosen Wahlergebnisses ist Irans Reformbewegung noch nicht am Ende. Aber die moderaten Kräfte sind auf Jahre zurückgeworfen. Die Politik der Hardliner kann sich nun noch diktatorischer geben. Für die Weltgemeinschaft bleibt der Umgang mit Teheran schwierig.
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