Köln . Der jüdische Autor Ralph Giordano (86) hat die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Anwältin Felicia Langer scharf kritisiert. "Niemand hat in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet als diese angebliche Menschenrechtsanwältin", teilte Giordano am Montag in Köln mit.
Langer sei die "schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland", und ihre Lebensleistung bestehe in einer "notorischen Täuschung ihres Publikums über Totalität und Kausalität des Nahostkonfliktes". Deshalb fordere er das Staatsministerium Baden-Württemberg auf, die Verleihung des Ordens rückgängig zu machen. Er sei selbst Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik, fügte Giordano hinzu.
Langer hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den alternativen Nobelpreis und den Erich-Mühsam-Preis. Sie setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte palästinensischer Häftlinge in den von Israel besetzten Gebieten ein. Heute lebt sie in Tübingen.
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