Schorfheide . Die Bauarbeiten an der B 167 in Finowfurt haben zwar gerade erst begonnen, dennoch hatten Baufirma, Bauherr und Gemeinde beim ersten Baurapport einiges zu besprechen. "Das Wichtigste für uns: Die Freigabe der Autobahnanschlussstelle am 6. August, also rechtzeitig zur 300-Jahrfeier von Eichhorst, wurde uns noch einmal bestätigt", erklärte Schorfheides Bauamtsleiterin Manuela Brandt auf Anfrage der MOZ. Noch nicht ganz klar sei aus ihrer Sicht die Frage der weiteren Bauabschnitte (Krugacker bis Kreuzung). Und auch in puncto Borde an der Marienwerder Straße müsste noch eine Lösung gefunden werden.
Das größte Problem für die Gemeinde Schorfheide aber ist die Umleitung. Der Landesbetrieb Straßenwesen hat als Umleitung offiziell die U 8 über Altenhof und Joachimsthal ausgewiesen. Doch viele Autofahrer nutzen eine andere, kürzere Strecke - durch Finowfurt. Der Weg über die Kastanienallee und den Fichtenweg sei zwar legal, auch die Barnimer Busgesellschaft ist zum Teil auf diese Verbindung ausgewichen. "Diese Straßen sind aber keinesfalls geeignet, den gesamten Verkehr der B 167 aufzunehmen", stellte Brandt klar. Weshalb auch vorher eine Tonnagebegrenzung galt. Und: Da diese kurze Verbindung nicht als Umleitung deklariert ist, hat die Gemeinde Schorfheide die Kosten für Schäden an den Fahrbahnen infolge des erhöhten Verkehrsaufkommens selbst zu tragen. "Wir haben ja auch die Ampel an der Autobahnbrücke bereits auf eigene Rechnung aufgestellt." Dies alles, wie Brandt betonte, um die Belastungen für die Bürger der Gemeinde so erträglich wie möglich zu gestalten.
Nach den Erfahrungen der ersten Tage hat die Gemeinde für die Zeit der Vollsperrung der B 167 im ersten Abschnitt deshalb die Karl-Liebknecht-Straße und den Hirtenweg zu Einbahnstraßen erklärt. Kurt Gleibs, der an der Karl-Liebknecht-Straße wohnt, regte in Anbetracht des Verhaltens mancher Autofahrer zudem verstärkte Verkehrskontrollen an. Gleibs erinnerte daran, dass auf der Strecke Tempo 30, an einer Engstelle sogar nur Tempo 10, gilt. "Doch hier brettern einige mit viel höheren Geschwindigkeiten vorbei." MOZ leitete den Hinweis an die Polizei weiter. Martina Schaub, Pressesprecherin des Schutzbereiches Barnim, sicherte zu, die Möglichkeiten dafür zügig zu prüfen.
Unterdessen appellierte Manuela Brandt im Interesse der Anlieger an die Autofahrer, Rücksicht zu nehmen und sich an die Ausschilderungen sowie Verkehrszeichen zu halten. Während der Arbeiten am zweiten Abschnitt steht im Ort dann eine offizielle Umleitung zur Verfügung: über Werbelliner -, Triftstraße und Zum Krugacker. Für Lkw ist allerdings auch diese Strecke tabu.
Mitglieder des Tourismusvereins Schorfheide-Chorin haben derweil gegen die Vollsperrung Widerspruch eingelegt und beim Verwaltungsgericht Antrag auf ein Eilverfahren gestellt, wie Vorsitzender Axel Ritter bestätigte.
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