Strausberg . "Es soll keine Wahlveranstaltung werden - diese Runde gehört allein dem Minister", stellte Ravindra Gujjula am Dienstagabend im Strausberger Restaurant "Zur Fähre" voran. Zu einem "Cafégespräch" begrüßte der Altlandsberger Ortsvorsteher, Landtagsabgeordnete und hiesige Bundestagskandidat der SPD dort Brandenburgs Innenressortchef Jörg Schönbohm (CDU). Rund 40 Zuhörer - insbesondere Vertreter von Parteien, Verbänden, Verwaltungen und Wirtschaft - waren gekommen, um dem seit 1999 in Brandenburg tätigen heute 71-Jährigen zu lauschen, der demnächst die politische Bühne verlassen wird.
Lockmittel: Mit einem eigenen indischen Gericht hatte Ravindra Gujjula J÷rg Sch÷nbohm f³r die Gesprõchsrunde gewinnen k÷nnen. An seiner Seite B³rgermeister Hans Peter Thierfeld. Foto: MOZ/Uwe Spranger
Gujjula und seine Ko-Moderatoren SPD-Landtagskandidatin Sibylle Bock und Strausbergs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld fühlten dem "General" mehr oder minder tief auf den Zahn. 35 Jahre als Soldat hätten ihn erfüllt, geformt und geprägt, so Schönbohm, der auch in der Politik nach militärischen Abfolgen - "Beurteilung der Lage, Entschluss, Durchsetzung" - gehandelt hat.Der aus Neu Golm (Bad Saarow/Oder-Spree) stammende Minister gab Auskunft über Kindheitserinnerungen an Bad Saarow, wo er sich deshalb für den Wiederaufbau des Bahnhofs engagierte, über seine Familie und seine Zeit in Strausberg, wo er als Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost die Auflösung der Nationalen Volksarmee (NVA) sowie die Eingliederung einiger tausend ehemaliger NVA-Offiziere in die Bundeswehr zu verantworten hatte. Die Übergabe am 3. Oktober 1990 charakterisierte er als "sehr bewegend", die einstige DDR-Armee als "außerordentlich diszipliniert". Es sei für ihn eine neue Welt gewesen, über die er viel gelesen hatte, die er aber als Offizier nie besuchen durfte. Zudem hätten sich aus dieser Zeit die "langen Spaziergänge am See" eingeprägt, die Zeit zum Überlegen gegeben hätten.
Rückblickend wurde weiter nach manchem seiner markigen Sprüche sowie nach Gebiets- und Polizeireform gefragt, die er als "vielleicht nicht fehlerlos, aber richtig" bezeichnete.
Im Ruhestand will Schönbohm nach mehr als 20 Jahren mit Personenschutz "selbstbestimmter leben", lange vernachlässigte Kontakte pflegen, viel lesen und seinen mit Freunden gegründeten Verein "Jugendaustausch Brandenburg - USA" ins Rollen bringen.
Am Ende blieb noch Zeit für direkte Kontakte, so mit Staatssekretär a. D. Werner E. Ablaß, Ex-Bürgermeister Jürgen Schmitz oder den Unternehmern Siegfried Erkner und Hans-Joachim Karl.
Jonas, Moritz und weitere Kinder der Kita Zwergenland in der Philipp-Müller-Straße waren Mittwochvormittag etwas aufgeregt. Sie hatten nämlich ein... mehr
Bereits seit 18 Jahren ist das Tierheim Wesendahl für die Stadt Bad Freienwalde und ihre Ortsteile Partner zum Bergen und Aufnehmen von Fundtieren. ... mehr
Verein will? pulsierendes? Leben fördern Er hat sich Zeit gelassen mit der öffentlichen Vorstellung, der Förderverein „ Kirchen Gielsdorf und Wilkendorf... mehr
Neue Protestaktionen am Kreisverkehr bei Pinnow kündigt die Bürgerinitiative Kreisel 21 an. Deren Mitglieder fühlen sich von der Politik verschaukelt. Zwar ist der geplante und heftig umstrittene Bau einer Kreuzung auf der B 2 zwischen Angermünde und... mehr
