Beeskow . Zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Vogelsänger hat Verkehrsminister Reinhold Dellmann am Freitag die Region besucht. Zum zweiten Mal erkundete er zusammen mit anderen interessierten SPD-Parteifreunden auf dem Fahrrad den Kreis Oder-Spree.
Mit der ODEG kamen die Genossen und passionierten Radler auf der fünften Etappe ihrer Tour am Bahnhof in Beeskow an. "Wir wollten auch diese wichtige Verkehrsanbindung würdigen", sagte Jörg Vogelsänger. Am Bahnhof angekommen, wurden sie von ihren Parteifreunden aus Beeskow begrüßt. Aber auch eine kleine Gruppe von CO 2 -Gegnern nahm den Minister und seine zehn Mitstreiter lautstark in Empfang. Einer der Protestierenden hatte sich, mit Schutzanzug und Gasmaske ausgerüstet, auf den Bahnsteig gelegt. So mussten Vogelsänger, Dellmann und alle anderen ihr Fahrrad anheben und über den CO 2 -Gegner hinwegsteigen. "Diese Aktion richtet sich in erster Linie an Jörg Vogelsänger, aber natürlich auch an den Minister", sagte Herbert Wenzke, der die Aktion beobachtete und als spontan bezeichnete. Zwischen zwei Lieferfahrzeugen hatten er und die anderen der Bürgerinitiative Transparente gespannt. "Wahlkampf zwecklos. Vattenfalls Profitgier zählt mehr als unser Wille. Ihr seid nicht unsere Volksvertreter" stand auf einem geschrieben, "CO 2 -Lager nicht mit uns" auf einem anderen.
Nach dieser überraschenden Begrüßung machte sich die Gruppe auf zur Burg, wo Beeskows Bürgermeister Fritz Taschenberger sie begrüßte. Im Burghof übergab der Verkehrsminister die letzten drei Fördermittelbescheide an den Bürgermeister. "Nicht die letzten für die Stadt natürlich, aber die letzten für Fritz Taschenberger als Bürgermeister", sagte Dellmann. Zum einen gab es Bescheide für die städtebauliche Sanierung über 862 000 Euro und zum anderen zwei Steuerbescheide zu den Teilprogrammen Rückbau und Aufwertung in Höhe von 19 000 und 270 000 Euro. Letztere werden vor allem in die ab Montag startende Sanierung des Fontaneviertels investiert.
Nach der Übergabe besuchte der Minister die Burg, bevor er sich mit seinem Fahrrad auf den Weg nach Friedland machte. Dort begrüßte Bürgermeister Thomas Hähle die inzwischen auf 20 Personen angewachsene Gruppe, nicht ohne Kritik an der Landespolitik zu üben. "Die Bundes- und Kreisstraßen sind in Ordnung, aber viele der Landesstraßen sind es noch lange nicht", sagte Hähle. Auch aus Groß Lindow kam Protest. Mehr als 1000 Unterschriften überreichte Lothar Schulze dem Minister. Mit der Unterschriftenaktion fordern Einwohner und Erholungssuchende verbindliche Zusagen zur Sanierung der L 373 zwischen Müllrose und Finkenheerd. Eine verbindliche Zusage konnte Dellmann den auf der Friedländer Burg Anwesenden immerhin machen: Das Versprechen, den Straßenbau der L 43 (Weichensdorf) im nächsten Jahr zu beginnen.
In Friedland endete die sechste und letzte Etappe der insgesamt 33 Kilometer langen Strecke. Begonnen hatte die Tour am frühen Nachmittag in Fürstenwalde. Die ersten Etappen führten Dellmann auf frisch sanierten Radwegen, aber über Problemstrecken wie in Petersdorf bei Bad Saarow nach Diensdorf, Herzberg und Lindenberg. Dort ging es in die ODEG, bis in Beeskow der Protest wartete.
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