Schwedt . Noch bieten Trümmer auf dem künftigen Baugrund einen chaotischen Anblick an der Lindenallee, Ecke Bahnhofstraße. Doch bereits für den September erwartet die Geschäftsführung der Wohnungsbaugenossenschaft Wobag die Erteilung der ersten Baugenehmigungen für das Lindenquartier - und dann soll mit den Bauarbeiten unverzüglich losgelegt werden.
Für alle Stadtbewohner, die sich an den Anblick des alten Krankenhausbaus gewöhnt hatten, heißt es nun Abschied nehmen: Der Abriss des Komplexes soll noch an diesem Freitag abgeschlossen werden. Nach Beendigung der Abrissarbeiten wird es allerdings bis zur übernächsten Woche dauern, bis der Schutt komplett abgeräumt ist, so Burkhard Diescher, der stellvertretende Geschäftsführer der Wobag.
Damit verschwindet ein geschichtsträchtiger Bau aus dem Stadtbild: Die Erbauung geht auf einen Magistratsbeschluss von 1845 zurück. Bis 1974 war dort ein Krankenhaus untergebracht, danach diente es noch jahrelang als Rehabilitationszentrum und später als Geriatrie. Nun markiert das geplante Lindenquartier einen städtebaulichen Richtungswechsel: Nachdem seit der Wende kontinuierlich Rückbau betrieben wurde, wird nun erstmalig wieder ein großes Neubauvorhaben angegangen. Insgesamt 82 Wohnungen sollen entstehen, inklusive Tiefgarage, Kita und zahlreichen Geschäftsräumen.
Für die Bebauung des Areals verfolgt die Wobag einen ambitionierten Zeitplan. Der Grundstein ist bereits im Juni gelegt worden. Noch in diesem Jahr sollen die Tiefbauarbeiten für das erste Wohn- und Geschäftshaus mit Front zur Lindenallee abgeschlossen und mit den Mauerarbeiten begonnen werden. Etwas zeitversetzt dazu sollen die Arbeiten am zweiten Wohn- und Geschäftshaus starten, und zwar "sobald wir auf der Baustelle den nötigen Freiraum haben", erklärt Diescher. Die beiden großen Gebäude sollen voraussichtlich zwischen November 2010 und Januar 2011 komplett bezugsfertig sein.
Noch schneller soll es mit zwei von fünf geplanten Stadtvillen gehen: Bereits im Juli 2010 sollen sie bezugsfertig sein, und Diescher ist positiv gestimmt, dass diese Planung auch eingehalten wird. Die restlichen drei Stadtvillen sollen im Februar 2011 fertig werden.
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