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"Lass die Sonne in dein Herz" Passend zur Stimmung am gestrigen Sommerabend sang der Letschiner Frauenchor unter Leitung von Lothar Böttcher den Kienitzern zur Eröffnung der 775-Jahr-Feier ihres Ortes ein Ständchen. Ministerpräsident Matthias Platzeck, Schirmherr der Veranstaltungen zum Dorfjubiläum, machte den Oderbrüchern gleich mehrere Komplimente. Er sieht den "Geist des Mit- und Füreinanders" in Kienitz als beispielhaft für die ganze Oderbruchregion. "Anpacken ohne große Worte, Hilfsbereitschaft und Solidarität werden hier ganz groß geschrieben", sagte Platzeck. "Die Kienitzer haben immer nach vorne geschaut und mit großem Engagement ihren Ort liebens- und lebenswert gemacht", betonte er. Und war nicht mit leeren Händen gekommen. Für ihr "uneigennütziges und beispielhaftes ehrenamtliches Engagement" zum Wohle des Ortes zeichnete Platzeck Cordula Grund als "Ehrenamtlerin des Monats" aus. Sie sei als "gute Seele des Ortes aus Kienitz nicht wegzudenken". Die 50-Jährige aus Kienitz war maßgeblich an der Vorbereitung des Dorfjubiläums beteiligt. Auch im Vereinsleben spielt sie eine prägende Rolle. So ist die Handelskauffrau seit vielen Jahren im Sportverein "Traktor Kienitz" und im Ortsverein "Heimat und Landschaft" aktiv.
Die zahlreichen Gäste der Eröffnungsveranstaltung, darunter auch Dieter Rauer aus Zechin, der von 1959 bis 1976 die Kienitzer LPG geleitet hat, Landtagsabgeordnete Jutta Lieske sowie etliche Letschiner hatten die Möglichkeit, die Dorfchronik und die Ausstellungen anzuschauen, die die Kienitzer aus Anlass ihres besonderen Jubiläums gestaltet hatten. Großen Anteil daran hatte Ortschronist Edgar Petrick, der als fach- und sachkundiger Führer noch viele zusätzliche Informationen bereithielt. So erinnerte er an den als "Panzer-Emil" unvergesslichen Emil Krüger, der 1970 maßgeblich an der Denkmalsgestaltung mit dem Panzer T34 mitgewirkt hatte sowie an die malende Pfarrfrau Erna Roder, die sich für die Sanierung der Kirche eingesetzt hatte. "Diese Chronik unterstütze ich gern", erklärte Platzeck und überreichte für die Herausgabe der Ortschronik einen symbolischen Scheck in Höhe von 3350 Euro. Das Geld stammt aus Lottomitteln. Platzeck betonte: "Der Stolz auf das gemeinsam Erreichte stiftet Identität und wappnet für die Herausforderungen der Zukunft." Somit kann die reich bebilderte 82-seitige Broschüre, die mit einer Auflage von 500 Stück gedruckt wurde, günstig abgegeben werden.

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