Berlin ArrayMit einer symbolischen Endlagersuche haben mehrere Umweltverbände in Berlin ihre deutschlandweite Protest-Tour für ein Festhalten am Atomausstieg begonnen. Rund 150 Demonstranten zogen am Freitag mit einer Attrappe eines Castor-Transports durch die Berliner Innenstadt bis vor das Brandenburger Tor. Dort machten die Protestler in Strahlenschutzanzügen und mit Geigerzähler bei der Abschlusskundgebung eine "Probebohrung". "Wir wollen mit unserer Tour auf die ungelöste Endlagerung des Atommülls aufmerksam machen", sagte Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerkes "Campact".
Wohin mit dem Atomm³ll? Schauen wir doch mal in Berlin nach einem m÷glichen Endlager, dachten sich am Freitag Atomkraftgegner und zogen mit Schutzmasken und einer "Castor"-Attrappe vor das Brandenburger Tor. Foto: AP
An der Anti-Atom-Demonstration beteiligen sich unter anderem die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Globalisierungskritiker von Attac. Gerd Rosenkranz von der DUH sagte: "Mit dem Boom der erneuerbaren Energien passen Atomkraftwerke nicht mehr in unser Stromsystem." Nach dem Auftakt in Berlin sind in den nächsten Tagen auch in Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main, Stuttgart und München Demo-Züge geplant.

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