Donnerstag, 2. September 2010



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Union feiert am Schanzenturm

Bad Freienwalde ArrayStolz verkündete Dieter Bosse, Vorsitzender des Wintersportvereins 1923, am Donnerstagabend vor Parteikollegen und anderen Besuchern des CDU-Sommerfestes, dass die WSV-Skispringerin Elisa Gronau am Sonnabend für den A-Kader der Nationalmannschaft springen wird. "Die Bedingungen bei uns sind so gut, dass sich auch die schulischen Leistungen der Kinder im Verein verbessert haben", ergänzt er.

  Im Wahlkampf: Ralf Lehmann (parteilos), Dieter Bosse, Hans Georg von der Marwitz, Horst Tarnawski sowie Hanno Hemm von der CDU Bad Freienwalde (v. l.)Foto: MOZ/Stephan Klingbeil ©

Und während sich die mehr als 70 Gäste am Schanzenturm auf Bier und Spanferkel freuten, sparten ebenso Bundestagskandidat Hans Georg von der Marwitz und Landtagskandidat Horst Tarnawski von der Union bei ihren Wahlkampfauftritten nicht mit Lob für den Verein. "Ich bin sprachlos, welche Berge hier versetzt worden sind und mit wie viel Herz und Begeisterung sich die Menschen in dieser Region engagieren", sagte etwa Landwirt von der Marwitz. "Wir müssen versuchen, der nächsten Generation diese Heimatverbundenheit mit auf den Weg zu geben."

Ebenso wie der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag ließ auch Tarnawski keine Gelegenheit aus, auf seine Tätigkeit als Unternehmer hinzuweisen. "Im Landtag sitzen 60 Prozent Verwaltungsangestellte und Lehrer", sagt der Unternehmensberater. "Aber wer den Mittelstand fördern will, muss auch unternehmerisches Wissen haben." Sein Motto ist: "Wohlstand für alle geht, aber nicht Reichtum für alle." Und deshalb müsse der Mittelstand gestärkt werden.

Inhaltlich setzten beide CDU-Politiker in ihren Reden fast ausschließlich auf das Thema CO 2 -Speicherung, die beide ablehnen. Sprach von der Marwitz davon, diese "Industriedeponie" verhindern zu wollen, kritisierte Tarnawski das Projekt als "wider der Marktwirtschaft". Stromlieferant Vattenfall bekomme dabei "eine immense EU-Förderung und nach derzeitigem Stand zahlen ortsansässige Firmen und Mittelständler hinterher die Zeche."

Nach den Reden wurde mit den Gästen diskutiert. Und später kamen auch noch Justizministerin Beate Blechinger (CDU) und die Frauennationalmannschaft des Deutschen Skiverbands zu dem Fest. "Ich fand die Reden in Ordnung. So verbindende Worte kommen immer gut an", erklärt Besucher Jürgen Jänsch, Malermeister aus Bad Freienwalde. "Es gibt aber noch viel mehr Probleme als die CO 2 -Speicherung, die man angehen müsste."



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