Breydin ArrayWie es um die Feuerwehren in Amt Biesenthal-Barnim bestellt ist, war der Gegenstand der Sitzung des Amtsausschusses Biesenthal- Barnim. Das Fazit des Berichtes von Amtswehrführer Ingo Falk fiel im Großen und Ganzen zufriedenstellend aus. Den größten Nachholbedarf gibt es bei der Fahrzeugtechnik.
Wie Schulen oder Kitas sind die Feuerwehren in den Gemeinden ansässig. Anders als die erstgenannten hat aber nicht der Bürgermeister das letzte Wort bei der Feuerwehr, sondern Amtsausschuss und Amtsdirektor. Entsprechend sind die Ausgaben für die Feuerwehren auch im Haushalt des Amtes verankert.
Zwei Millionen Euro sind in den vergangenen fünf Jahren in die Feuerwehren der sechs Kommunen des Amtes Biesenthal-Barnim investiert worden, erfuhren die Mitglieder des Amtsausschusses bei ihrer Sitzung am Montagabend im Gasthof in Trampe.
Der Personalbestand ist leicht zurückgegangen, aber noch ausreichend. Gab es im Jahr 2004 im Amt 272 aktive Kameraden sind es derzeit 256. Bemerkbar mache sich hier, so Ingo Falk, dass einige jüngere Feuerwehrmitglieder weggezogen sind. Bei der Jugendfeuerwehr wurden vor fünf Jahren 93 Mitglieder gezählt, 2009 waren es 90. In der Alters- und Ehrenabteilung sank die Zahl von 106 auf 98. "Wir haben eine gesunde Mischung in allem Altersklassen, von acht bis 65 ist alles dabei", erläuterte der Amtswehrführer.
Dabei machen die Zahlen noch nicht allein das Gewicht. Die Feuerwehrleute müssen auch qualifiziert sein. Das ist eine ständige Aufgabe. Der Vergleich zu 2004 ergab positive Tendenzen. Während 2004 auf Amts-, Kreis- und Landesebene für 61 Feuerwehrleute Ausbildungen liefen, waren es im Vorjahr 81 und in diesem Jahr bislang 38, führte Falk aus. Hinzu kommen die Dienstabende, die auch der Qualifikation dienen. Beispielsweise geht es um aktualisierte Informationen zu den Schneidpunkten, wenn bei Unfällen Menschen aus dem Auto herausgeschnitten werden müsse. Die Scheren müssen richtig angesetzt werden, um nicht den Airbag auslösen.
Sehr zufrieden könne man damit sein, dass 70 Feuerwehrleute als Atemschutzgeräteträger qualifiziert und so im Stande sind, in schwierigen Situationen helfen können. Am Beispiel der Biesenthaler Feuerwehr wurde der Qualifikationsstand deutlich. Dort sind elf Kameraden Truppmann 1, 19 sind Truppmann, zehn Truppführer, sieben Gruppenführer, drei Zugführer und sieben Maschinist. 21 sind im Sprechfunk ausgebildet, sechs im Bedienen der Kettensäge und zwei haben den Bootsführerschein.
Wichtig ist die Fahrzeugbeschaffung, betonte Falk. Weshalb, wurde anhand der Baujahre einiger Fahrzeuge, die noch im Einsatz sind deutlich. Das sind mehrere aus den Jahren 1982 bis 1989 sowie sogar ein Löschfahrzeug von 1974, das schon als Oldtimer durchgehen dürfte.

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