Donnerstag, 2. September 2010

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Barnimer Jugendamt mit neuer Chefin

Eberswalde ArrayDie Suche hat ein Ende. Seit gestern ist die seit Monaten vakante Stelle der Leiterin des Barnimer Jugendamtes wieder besetzt - mit der Rechtswissenschaftlerin Sabine Grochla aus Rangsdorf (Teltow-Fläming).

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Der letzte Akt fand am Montagabend im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde statt. Der Kreisausschuss wurde zu der Neueinstellung angehört. Eigentlich kann Landrat Ihrke die Amtsleiterpositionen selbst besetzen. Doch es ist mittlerweile so Usus, dass er die Fraktionsspitzen des Kreistages anhört, ebenso wie die zuständigen Fachausschüsse.Im konkreten Fall war das der Jugendhilfeausschuss, der bereits in der vergangenen Woche seinen Segen zur Einstellung von Sabine Grochla gab. Einstimmig. Der Kreisausschuss tat es ihm am Montagabend gleich.

Entsprechend erfreut zeigte sich Jugend- und Sozialdezernentin Silvia Ulonska. "Frau Grochla war unsere Wunschkandidatin, sonst hätten wir sie nicht als Vorschlag eingebracht", so Ulonska nach der Entscheidung. Auch Landrat Bodo Ihrke war zufrieden. "Insgesamt ist die Besetzung von Stellen im Öffentlichen Dienst nicht so einfach", sagte er. Und irgendwie müsse ja auch die Chemie stimmen, setzte der Verwaltungschef hinzu.

Die Situation für die neue Jugendamtsleiterin, so glaubt Ihrke, ist gut. Im Jugendamt sei durch die Strukturveränderungen "aufgeräumt" worden, so dass sie sich jetzt in die Arbeit stürzen könne.

Die ist die 51-Jährige nach eigenem Bekunden gewohnt. Zuletzt war die studierte Rechtswissenschaftlerin in der Verwaltung von Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) für 18 Sachgebiete zuständig. "Und dazu noch Wahlleiterin", erzählte sie am Montag. Von den Negativ-Schlagzeilen, die das Barnimer Jugendamt durch den Fall der Kindesvernachlässigung in Löhme im vergangenen September machte, zeigte sich die Rangsdorferin relativ unbeeindruckt. Durch die neue Struktur des Jugendamtes mit seinen 59 Mitarbeitern könnten die anstehenden Aufgaben gut erfüllt werden, gab sie sich zuversichtlich. Und bekam sogleich "Schützenhilfe" von Sozialdezernentin Silvia Ulonska. "Wir haben eine Führungspersönlichkeit gesucht, die Probleme schnell erkennt und für diese Lösungen findet. Eine solche Persönlichkeit ist Frau Grochla", sagte sie.



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