Lebus/Wulkow ArrayBio-Produkte sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Längst sind die Lebensmittel mit den Bio-Siegeln fester Bestandteil im Sortiment - selbst im Discounter. Doch ist wirklich Bio drin, wo Bio draufsteht?
Die Wanderausstellung Ökologischer Landbau, die nun auf ihrer Reise durch Deutschland auch im Ökospeicher in Wulkow angekommen ist, will darüber aufklären und Wissenslücken schließen. Und das auf sehr unterhaltsame Art. Denn in dieser Ausstellung ist nicht nur Lesen und Betrachten angesagt, sondern vor allem Mitmachen. Das Knopfdrücken auf ein Tierfell wird zum Familienspaß, wenn es muht, quiekt, meckert oder blökt. Da wird Landwirtschaft "hautnah" zum Erlebnis.
An einer anderen der drehbaren Boxen ist Alltagswissen zu Bioprodukten gefragt. Stimmt es, dass Bioprodukte mehr kosten? Oder: Ist Biofleisch teurer als anderes Fleisch? "Ja, das ist richtig", ertönt es beim entsprechenden Knopf. Und nicht immer ist nur eine der vorgegebenen Lösungen die richtige.
Interessant ist auch die "Klappliste" mit den Produkten aus ökologischem Anbau. Sie reicht von Ketschup, über Mehl, Milchprodukte bis zu Wein und Bier. Wertvolle, natürliche Bio-Rohstoffe werden heute in Backstuben, Fleischereien, Käsereien und Brauereien verarbeitet. Die Lebensmittel unterliegen besonders hohen Anforderungen an Qualität und Rezepturen. Im Idealfall bezieht ein Betrieb seine Zutaten direkt vom Bio-Bauern aus der Region. So setzen zum Beispiel bei Backwaren solche ungewöhnlichen Zutaten wie Einkorn als Brotgetreide, Agavendicksaft zum Süßen oder Amaranth als getreideähnliches Korn zur Ergänzung der üblichen Brotgetreide verwendet, besondere Akzente.
In einer Computerstation der Ausstellung erhält der Besucher mit Kurzfilmen Einblick in die moderne Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. "Natürliche Qualität" lautet eine Überschrift auf einer der Thementafeln. Die Entscheidung hat der Verbraucher selbst in der Hand.
Die Wanderausstellung ist bis zum 20. September im Ökospeicher zu sehen. Öffnungszeiten wochentags 11 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 11 bis 16 Uhr. Am kommenden Wochenende findet dort das zweite Lämmerfest statt, das u.a. über ökologische Schafzucht informiert.

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