Eisenhüttenstadt ArrayNach rund vierjähriger Bauzeit steht die Sanierung der Integrationskita Pusteblume kurz vor dem Abschluss. Rund 900 000 Euro - mehr als die Hälfte davon u. a. über das Programm Soziale Stadt gefördert - wurden investiert, um aus dem Haus an der Cottbuser Straße ein Schmuckstück zu machen.
Saubere Sache: Auch die Sanitõrrõume in der Kita Pusteblume sind ein Platz zum Wohlf³hlen. Wie hier dominieren im und am ganzen Gebõude die warmen Gelbt÷ne. Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Gelb und Grün in allen Schattierungen, das sind die Farben, die in der Kita vorherrschen - so, wie es sich für eine Pusteblume eben gehört. Eine Farbwahl, die nicht einfach vorgegeben war, sondern auf Wunsch der Erzieherinnen getroffen wurde. "Wir konnten uns mit unseren Wünschen einbringen", betont Kita-Leiterin Roswitha Schulz und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Auch sonst zeigt sie sich mit dem Ergebnis der Sanierung zufrieden, die 2005 begann, als das Wasser vom Dach bis ins Erdgeschoss lief. Stückweise arbeitete man sich in den Folgejahren vor. Das Dach wurde erneuert, ebenso die Fassade. Auf dem Verbindungstrakt zwischen beiden Kita-Gebäuden, in denen auch das Eltern-Kind-Zentrum Raum findet, wurde bepflanzt und so zur Spielwiese für die derzeit 85 Kinder, mit denen die Kita-Kapazität wie in den vergangenen Jahren voll ausgelastet ist. Die grüne Terrasse ist zugleich Evakuierungsbereich im Falle eines Brandes. Neu im Haus sind auch die Fenster mit den Jalousien, Heizungen, Fußböden - und die behindertengerechten Sanitäreinrichtungen. Die Türen zu den Gruppenräumen sind aus Sicherheitsglas, was nicht nur für Durchblick sorgt, sondern auch für eine lichtdurchflutete Kita. Geradezu einladend wirkt nun auch der neu gestaltete Eingangsbereich, der sich zuvor mit seiner Glasbausteinwand zwischen beiden Gebäuden duckte. Im neuen Glanz erstrahlt auch das aus 48 Keramiktafeln bestehende Wandgemälde des Künstlers Otto Schutzmeister, das die Giebelseite schmückt. Das Bild mit den Tieren an und im Wasser unterm großen Regenbogen stammt ursprünglich von der Kita in Schönfließ und war, als die vor sieben Jahren abgerissen wurde, eingelagert worden.
Bis auf wenige Restarbeiten ist nun an und in der Pusteblume alles erledigt. Was wohl nicht nur Roswitha Schulz und ihre zwölf Kolleginnen aufatmen lässt. Schließlich war die Sanierung, die fast ausschließlich von Firmen aus der Eisenhüttenstädter Region übernommen wurde, größtenteils bei laufendem Kitabetrieb erfolgt. "Das ging schon bis an die Grenze des Erträglichen", weiß Michael Reichl, Bereichsleiter Bauen und Technik im Rathaus. Es sei nur geschafft worden, weil Erzieherinnen und Eltern mitgezogen haben. "Unsere Eltern waren sehr geduldig", pflichtet da auch Kita-Leiterin Roswitha Schulz bei. Lediglich einmal musste ein Teil der Pusteblume geräumt werden, zogen die Kinder im Sommer für sechs Wochen in den Hort der Schönfließer Grundschule und die Kita Spatzenhaus. Für die Gastfreundschaft kann sich die Pusteblume bald revanchieren, dann nämlich, wenn das Spatzenhaus im Glogower Ring und die Kita Kunterbunt in der Diehloer Straße saniert werden. Beide Gebäude bekommen neue Dächer, Fenster und Türen, auch die Fassaden werden saniert. Dafür fließen insgesamt fast 1,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket. Die Planungen laufen bereits, Baustart soll im kommenden Frühjahr sein.

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