Eberswalde/Bernau ArrayGestärkt durch die CDU des Landkreises Barnim kann Bernaus Bürgermeister Hubert Handke in den Wahlkampf gehen, um das Rathaus für eine dritte Amtszeit zu erobern. Das ist die Botschaft des Kreisparteitages der CDU, der am Freitagabend im Eberswalder Techno-Forum getagt hatte. Im Mittelpunkt standen zum einen die Auswertung der Wahlen und zum anderen die Vorbereitung auf die Bürgermeisterwahl in Bernau und die Direktwahl des Landrates.
Zunächst hatte Handke umrissen, wie er seinen Wahlkampf führen wolle. Dabei setzte der erfahrene Kommunalpolitiker auf die Kontinuität seiner Arbeit als "erster Diener der Stadt". Nach wie vor sei es wichtig, auf die Stimme der einfachen Menschen zu hören. Nicht zuletzt gehöre die Stärkung Bernaus als Wirtschaftsstandort und der kommunalen Unternehmen zu seinen Absichten.
Das genügte seinen Parteifreunden allerdings nicht, Sie wollten noch genauer wissen, womit sie ihn beim Wahlkampf unterstützen können. Obwohl er von Kampagnen nicht so viel halte, ließ er durchblicken, werden Plakate geklebt. Auch werde er an den Wochenenden mit einem Stand am Bernauer Bahnhof und in der Bahnhofspassage vertreten sein, reagierte Handke. Insbesondere aber bat er darum, im persönlichen Umkreis für seine Wahl zu werben.
Ganz anders ist die Situation für die CDU bei der Wahl des Landrates. CDU-Kreistagfraktion und CDU-Kreisvorstand brachten den Beschluss ein, bei der Landratswahl am 10. Januar auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten. Begründet wurde dies damit, dass der Barnimer Christdemokrat Carsten Bockhardt auf dem Kreistag für eine weitere Wahlperiode als 1. Beigeordneter des Landkreises wiedergewählt worden sei. Im Gegensatz zur Einigkeit in der Unterstützung für Hubert Handke gingen bei diesem Beschluss die Meinungen auseinander, obwohl er schließlich mit großer Mehrheit gefasst worden ist. Andreas Neue sprach von "Unbehagen", dass die CDU acht Jahre keine Chance auf den ersten Platz in der Verwaltungsspitze habe. Ein anderer meinte, dass man sich den Verzicht nicht leisten könne, sondern Flagge zeigen müsse
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag Danko Jur fordert hingegen dazu auf, real zu sein. "Mit Bockhardt haben wir einen Mann in der Verwaltungsspitze", so Jur. Zudem gebe es auch eine Fürsorgepflicht für Carsten Bockhardt, der wie von mehreren betont wurde, einen guten Job mache. Er habe viel gegeben und habe sich auch der Bürgermeisterwahl in Eberswalde gestellt. "Wir sollten als Partei verlässlich sein", forderte Jur, was ihm die Parteitagsdelegierten mit Beifall quittierten. Ein anderer Delegierter wies schließlich noch darauf hin, dass Bockhardt auch mit der Stimme des SPD-Landrats Bodo Ihrke gewählt worden sei. Auch deshalb sollte man auf einen eigenen Kandidaten verzichten. Das sahen bei zwei Enthaltungen und zwei Neinstimmen 43 Delegierte ebenso.
Zu den Ergebnissen der jüngsten Wahlen sprachen auch Justizministerin Beate Blechinger und CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski. Enttäuscht von Platzecks Entscheidung für Rot-Rot im Landtag fürchten sie, dass Brandenburg keine gute Entwicklung nehmen werde, so der Tenor.

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