ArrayWieder einmal hat die Politik protestierenden Milchbauern nachgegeben. Brüssel schnürt ein neues Millionen-Hilfspaket, von dem auch deutsche Landwirte 50 Millionen Euro abbekommen. So weit so gut? Nein. Erneut werden planwirtschaftlich organisierte Strukturen in der EU-Landwirtschaft zementiert. Die immer noch große Überproduktion von Milch in Europa soll so gegen die Unbilden des Marktes vom Steuerzahler abgefedert werden.
Gut ist, dass EU-Agrarkommissarin Fischer Boel hart beim Aus der Milchquoten 2015 geblieben ist. Auch gegen CSU-Agrarministerin Aigner als Lobbyistin deutscher Milchbauern.
Aigners Ehrgeiz sollte es sein, die Umstrukturierung der immer noch kleinteiligen heimischen Milchwirtschaft zu fördern, auch wenn das mancher bayerische Milchbauer oder Molkereibetrieb ungerne hört. Zudem sollten deutsche Quotensünder zulasten von Konkurrenten endlich stärker zur Kasse gebeten werden. Auch so kann der Milchpreisverfall gebremst werden. Und dann können auch faire Verträge zwischen Erzeugern, Molkereien und Handel vereinbart werden.

Meist kommentierte Artikel
29.08.2010 18:46 Nachrichten
Sarrazin legt nach
15.06.10 20:15 LR Fürstenwalde
Beim 4. Kind soll ein Tragetuch genügen
23.07.10 08:01 LR Frankfurt (Oder)
Polen kaufen gern in Frankfurt ein
05.07.10 19:27 Berlin/Brandenburg
Frankfurt verliert Polizeipräsidium
19.04.10 21:06 LR Uckermark
„Korfu“ in Schutt und Asche