Donnerstag, 2. September 2010

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Rekord: 363 Läufer am Start

ArrayDer 3. Schlaubetal-Marathon hat mit insgesamt 363 Startern eine Rekord-Beteiligung erfahren. Den Hauptwettbewerb entschied der 56-jährige Sieger der Premieren-Veranstaltung Klaus Goldammer vom OSC Berlin für sich.

  Rekordbeteiligung beim 3. Schlaubetal-Marathon: 363 Starter gingen in Eisenh³ttenstadt bei den Marathon-, Halbmarathon- und 10-Kilometer-Lõufen an den Start, darunter auch wieder einige Frankfurter. Foto: MOZ/Gerrit Freitag ©

2:52:33 Stunden hatte Klaus Goldammer vor zwei Jahren benötigt. Diesmal jedoch erreichte er erst nach 3:10:17 Stunden das Ziel vor der Eisenhüttenstädter Inselhalle. Dabei stand dem letzten DDR-Meister in dieser klassischen Disziplin die Anstrengung mehr im Gesicht geschrieben als nach der Erstauflage. "Der Anstieg nach 40 Kilometern hatte es in sich, das war schon grenzwertig. Ich war froh, dass ich etwas Vorsprung hatte", sagte Goldammer.

Dabei sei seine Form sehr gut gewesen. Deswegen habe der aktuelle Vize-Weltmeister im Crosslauf in der Altersklasse M 55 sich auch kurzfristig für einen Start entschieden und nachgemeldet. Doch was den vielfachen Sieger von Marathon-Läufen in Eisenhüttenstadt und Umgebung erwartete, hatte seine Vorstellung noch übertroffen. "Das war vom Profil her deutlich schwerer als vor zwei Jahren, dazu gab es viele Pfützen und etwa ein Kilometer des Weges war von Wildschweinen aufgewühlt worden. Diesen Kurs kann man mit dem Rennsteiglauf vergleichen."

Im Wissen um den profilierten Kurs war Goldammer ohnehin etwas vorsichtig angegangen, hatte jedoch den zunächst führenden Rangsdorfer Karlheinz Wild (M 50) stetig im Blick. Ab Kilometer 25 kontrollierte der Favorit, der jedoch nur noch etwa aller zwei Jahre einen Marathon bestreitet, den Lauf von der Spitze, während Wild zunehmend eine Wade zu schaffen machte, wie jener später angab. 1:42 Minuten trennten die beiden im Ziel. Den dritten Rang belegte mit Dirk Vinzelberg von der LG Haldensleben ebenfalls ein Routinier (M 45; 3:16:37). Vorjahressieger Christian Kiele (MSV Tripoint Frankfurt; M 20) erreichte als Sechster das Ziel knapp vor dem besten Eisenhüttenstädter Christian Siemund (M20; 3:25:08 h). Schnellste Frau war mit Janni Mosberg Sund Jensen (W 45; 3:53:29 h) eine Dänin.

Gekommen war sie mit 55 weiteren Landsmännern per Reisebus aus dem 950 Kilometer entfernten Skagen im Norden Dänemarks. Einmal im Jahr bestreiten diese einen Lauf-Wettbewerb in Deutschland. Aufgrund des unterschiedlichen Leistungsvermögens war Eisenhüttenstadt mit den drei verschiedenen Distanzen per Internet ausgewählt worden.

Ein Marathon wäre auch für viele ambitionierte Läufer der Region zu anstrengend gewesen. So für den Gesamt-Sieger der Halbmarathon-Distanz Wolfgang Herke von Pneumant Fürstenwalde. Er hatte sich nach 1:22:59 Stunden vor dem Frankfurter Triathlon-Spezialisten Domenique Bogs (MSV Tripoint; M 20; 1:23:07 h) durchgesetzt. "Ich will jetzt noch einige weitere Läufe bestreiten, doch nach einem Marathon wäre die Erholungsphase zu lang", sagte Herke, der ab dem achten Kilometer allein geführt hatte. Ausdrücklich lobte er die Organisatoren für den schönen Cross-Kurs. Den dritten Rang belegte der Eisenhüttenstädter Felix Ledwig (1:26:54 h). Der Tischtennis-Spezialist hatte wegen einer Krankheit wenig trainiert und sprach daher von einem optimalen Resultat. Sein Vater Torsten (Diehloer Hügelläufer) erreichte vor dem Eisenhüttenstädter Heiko Schmidt (1:27:49 h) als Gesamt-Fünfter das Ziel (M 40; 1:27:24 h).

Am wenigsten beeinträchtigt von der sehr feuchten Witterung war der Rund-Kurs über zehn Kilometer. Hier setzte sich erwartungsgemäß der U-18-Weltmeister im 10 000-Meter-Bahngehen Hagen Pohle (Beeskow; SC Potsdam) durch. Er hatte sich nach drei Kilometern von seinen Konkurrenten gelöst. Der 17-Jährige lief mit 34:28 Minuten zwar eine ansprechende Zeit, doch war die kurzfristig umgeänderte Strecke etwas zu kurz.

"Ich muss allen gratulieren, die das hier durchgestanden haben", sagte Mitorganisatorin Bianka Angolini. "Aber eine Absage wegen der vielen Niederschläge kam für uns nicht in Frage. Läufer halten eine Menge aus."



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