Rüdnitz ArrayDie Rüdnitzer Kindertagesstätte wird durch einen Zwischenbau erweitert. Die Gemeindevertreter des Ortes sprachen sich bei ihrer jüngsten Sitzung für den neuen Gebäudeteil aus, der künftig Kita und das bisherige Gemeindezentrum verbinden soll. Voraussetzung sei allerdings, dass die 77000 Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket fließen, hieß es.
Skizze des Verbindungsbaus: Planerin Christine J³ngling erklõrt die Seiten- und die Draufsicht, rechts sitzt B³rgermeister Hubertus Ritter.Foto: Rainer Horn
"Fördermittel kriegen wir, wenn wir jetzt weiter machen", ermunterte Astrid Schaefer von der Biesenthal-Barnimer Amtsverwaltung die Abgeordneten. "Wir brauchen jetzt die Planung und die Baugenehmigung, damit wir im Frühjahr beginnen und im Sommer die Arbeiten abschließen können", sagte sie. Die Entscheidungsfindung der Abgeordneten erwies sich jedoch als schwieriger Prozess. Erst nach längerer Diskussion gaben sie der Amtsverwaltung grünes Licht, um das insgesamt 148 000 Euro teure Vorhaben zu forcieren.
Zuvor hatte Christine Jüngling vom beauftragten Planungsbüro geschildert, wie der Verbindungsbau ausgeführt werden sollte. "Die Kita möchte eine trockene Verbindung zwischen beiden Gebäuden", begann sie. Geplant wurde demnach ein 20 Meter langer Bau mit Flachdach, schwach beheizbar und mit reinigungsfreundlichem Fußboden. Es sei ein schlichter Bau ohne Stahl, so die Fachfrau. In der vergrößerten Kita entsteht künftig durch den Verbindungsbau ein geschlossener Innenhof, zeigte Christine Jüngling die Bauzeichnung in die Runde der Gemeindevertreter.
Enthalten im Projekt seien auch Umbauarbeiten im derzeitigen Gemeindezentrum, das früher nicht für Kinder konzipiert war. Im Sanitärbereich seien Toiletten zu verändern und es ginge um Warmwasser. Im Zuge der Handwerksarbeiten wird das Gemeindezentrum vollständig an die Bedürfnisse der Jüngsten angepasst, so das Konzept.
Die Dimensionen des Kita-Projekts mussten erst einmal verarbeitet werden und besonders die Kosten lagen offenbar schwer im Magen. "Ob wohl über die nächsten Jahre die Kinderzahl so bleibt", zweifelte Hubertus Ritter, Bürgermeister von Rüdnitz, am Sinn der Investition. "Vielleicht stehen wir in sechs Jahren vor leeren Kita-Räumen", blickte das Ortsoberhaupt seine Abgeordnetenkollegen vielsagend an. Ähnlich ging es offenbar Gemeindevertreter Wilfried Rösler. "Mit dem Konjunkturpaket schoben wir die Sache an, haben wir jetzt auch die Eigenmittel dafür?", fragte er. In gleicher Weise sorgte sich auch Gemeindevertreter Holger Kalinka. Gudrun Zuppke trat für den neuen Kita-Bau ein, wollte aber die Kosten verringern.
Mit dem Geld komme die Gemeinde gut hin, erklärte Astrid Schaefer den Abgeordneten die Finanzlage der Gemeinde. Außerdem gebe es künftig sogar für die kleinsten Rüdnitzer einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze. Darauf sollte sich die Gemeinde heute vorbereiten, so die Amtsfrau.

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