Eberswalde/Joachimsthal ArrayUwe Barnstedt, Achim Gresser und Hanno Groth sind als Allianz der Meerjungfrauen gut zu Fuß. 25 Kilometer pro Tag. Sie ziehen auf ihrer Wanderung durchs Land einen schweren Wagen, beladen mit Informationsmaterial zum Klimaschutz und kleinen hölzernen Meerjungfrauen. Am Wochenende übernachteten sie im Eberswalder Waldsolarheim.
Ihr Anliegen: Im Dezember 2009 wird Deutschland bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen eine tragende Rolle übernehmen. Spätestens dort müssen, so Greenpeace, die Regierungen der Erde ein effektives Rettungspaket für Urwald- und Klimaschutz beschließen. Achim Gresser sagt: "Die Erderwärmung muss so weit wie möglich unter zwei Grad Celsius gehalten werden. So muss bis 2015 die Urwaldzerstörung am Amazonas, im Kongo-Becken und in Indonesien gestoppt werden." Greenpeace verlangt, dass die Entwicklungsländer von den In- dustrienationen ausreichend Geld für erneuerbare Energien, Anpassung an den Klimawandel und Urwaldschutz erhalten. Der deutsche Anteil müsse sieben Milliarden Euro jährlich betragen.
Beim Frühstück mit der Drei-Mann-Allianz der Meerjungfrauen erklärte Landrat Bodo Ihrke (SPD), wie der Barnim sich im Klimaschutz engagiert, insbesondere die 0-Emissionsschutz-Strategie des Landkreises. Der Barnim sei Musterlandkreis des Bundesumweltministeriums. Ihrke wörtlich über die Greenpeace-Aktion: "Wir unterstützen die Idee, diesen Stab durchs Land zu tragen."
Um Menschen wach zu rütteln und dafür zu sorgen, dass noch mehr Stimmen für Klima- und Urwaldschutz aus der Bevölkerung auf der Klimakonferenz ankommen, sind die Greenpeace-Abgesandten am 7. September zu ihrer Informations- und Protest-Wanderung in Konstanz am Bodensee aufgebrochen. Neben Eberswalde besuchten sie im Barnim Joachimsthal. Dort informierten sie sich über den Grumsiner Forst, den Buchenwald, der ins Weltnaturerbe aufgenommen werden soll. Über Rostock geht es nach Kopenhagen. Nach 2000 Kilometern soll die Bundeskanzlerin dort aufgefordert werden, sich persönlich für den Klima- und Urwaldschutz einzusetzen und zum UN-Gipfel nach Kopenhagen zu reisen. Auf ihrer Reise sammelte die Allianz der Meerjungfrauen Stellungnahmen, Protestbriefe und Unterschriften von besorgten Bürgern ebenso wie von Politikern. Knapp 2000 Menschen bemalten auf Stadtfesten und Festivals kleine hölzerne Meerjungfrauen als symbolischen Appell für Klima- und Urwaldschutz.

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