Eisenhüttenstadt ArrayEin besonderer Zug wird am 6. Dezember auf dem Eisenhüttenstädter Bahnhof einfahren - der "Zug der Erinnerung". Bis 8. Dezember wird er dort Station machen, um an viele Zehntausende Kinder und Jugendliche zu erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland und Europa deportiert worden sind.
Zwar gab es damals Eisenhüttenstadt noch nicht, aber den heutigen Ortsteil Fürstenberg (Oder) sehr wohl. Von dort sollen nach Angaben der Internetseite des Projektes mindestens vier Kinder stammen, die nicht zurückkehrten - Susanne Susanna Leyser, geboren 1929, Klaus Wolfgang Klein, Jahrgang 1923, Walter Lewin, der 1926 geboren wurde, sowie Manfred Meyer, Jahrgang 1930. Gibt es Fotos, Briefe, weitere Opfer? Der "Zug der Erinnerung" sucht danach, will weitere Spuren finden.
2007 und 2008 fuhr der Zug bereits durch Deutschland und Polen, steuerte innerhalb von sechs Monaten etwa 70 Bahnhöfe - Orte früherer NS-Deportation - an. Mehr als 240 000 Besucher kamen in die Ausstellung, die der Zug in mehreren Wagen mit sich führt. Gezeigt werden Bilder und Dokumente, die von den Verschollenen geblieben sind.
Der "Zug der Erinnerung" ist das Projekt der gleichnamigen Bürgerinitiative, die ohne institutionelle Förderung auskommen muss. Die Kosten werden in Zusammenarbeit mit Kommunen und zivilgesellschaftlichen Initiativen getragen.

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