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Für Bürger erreichbar sein

Seelow ArrayAm Freitag eröffnet der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz in der Kreisstadt sein Abgeordnetenbüro. Er ist der erste Bundespolitiker, der in Märkisch-Oderland nicht nur seinen Wahlkreis, sondern auch seinen Wohnsitz hat. Die Verbindung zum Wähler ist dem Friedersdorfer Landwirt wichtig. Deshalb habe er auch in Seelow ein Domizil für sein Hauptbüro gesucht, so von der Marwitz.

Gefunden hat er es in einem Haus, das der evangelischen Kirche gehört, direkt gegenüber dem Landratsamt am Puschkinplatz 7. Das Gebäude stand einige Jahre leer. Er hat sich in den unteren Räumen eingemietet. Im Frühjahr will der Abgeordnete die Fassade gestalten lassen.

"Nach meinem Verständnis kann man Politik für den Wähler nicht vom Berliner Büro aus machen", sieht es der Friedersdorfer. Deshalb schafft er nicht nur in Seelow, sondern auch in Strausberg und Bernau Büros mit festen Sprechzeiten - ebenfalls ein Novum im Landkreis. "Die Menschen müssen mich erreichen können", steht für von der Marwitz fest.

Inzwischen hat er die ersten beiden Sitzungswochen in Berlin absolviert. Er weiß, dass er sich bei manchen Auffassungen mit Widerständen in den eigenen Reihen auseinander setzen muss. Doch die scheue er nicht, denn er sehe sich nicht als Berufspolitiker, sei nicht vom Mandat abhängig, betont er. Für Friedemann Hanke war Letzteres ein wichtiger Grund, bei Hans-Georg von Marwitz die Leitung des Wahlkreisbüros zu übernehmen. Erst im Sommer hat der 30-Jährige sein Studium für Geschichte, Politik und Volkswirtschaft beendet. Das Zusammentreffen mit dem Friedersdorfer sieht er als Glücksfall. In ein paar Tagen zieht er aus dem Haus seiner Eltern in Friedersdorf nach Lietzen, bleibt in der Region, ist für die Bürger jederzeit ansprechbar, sorgt dafür, dass die Fragen und Hinweise auf dem Tisch des Abgeordneten landen.

Von der Marwitz will Bundespolitik vor Ort thematisieren. Viel zu oft scheine sie völlig abstrakt, obwohl sie große Auswirkungen auf das Leben im ländlichen Raum hat, sagt er. Er denke nur an das Thema Flächenverkauf. Hier wolle er sich stark machen, um mit der Union bei der BVVG ein Umdenken zu bewirken. Die veräußere Flächen aus rein finanzieller Sicht. Für von der Marwitz steht jedoch fest: "Je mehr Eigentum verteilt ist, desto mehr Menschen werden sich auch in der Region einbringen." Die Agrarpolitik sieht er in diesem Bereich als völlig fehlgeleitet. Dabei wehrt sich der Christdemokrat gegen vor allem von den Linken geschürte Visionen, Grundbesitzer und Alteigentümer würden nach dem Land greifen. Wer sich mit der Thematik beschäftige, wisse, dass große Landwirtschaftsunternehmen zum Teil in den Händen von Konzernen sind, die sich für die regionale Entwicklung nicht interessieren. Dagegen richte sich sein Protest. "In zahlreichen LPG-Nachfolgeunternehmen haben die Eigentumsverhältnisse längst gewechselt. Die einstigen Akteure sind ausgeschieden. Es ist teilweise eine anonyme Agrarstruktur entstanden. Darin sehe ich eine große Gefahr für die Entwicklung ländlicher Räume. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Motor für das Leben auf dem Lande, der Sprit dieses Motors sind die Flächen."

Der Märkisch-Oderländer will sich dafür einsetzen, dass beim Verkauf durch die BVVG Verkaufsgrößen begrenzt werden. "Die BVVG ist eine bundeseigene Gesellschaft", sagt von der Marwitz. "Sie hat einen Auftrag. Über den Flächenverkauf kann sie gezielt Eigentums- und Strukturpolitik leisten."

Als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Neue Länder will sich der Friedersdorfer auch in anderen Themen wie Familie oder Tourismus einbringen. Dabei setzt er auf eine aktive Mitwirkung der Bürger.

Wahlkreisbüro Hans Georg von der Marwitz, Eröffnung 11. Dezember, 11 bis 15 Uhr, Puschkinplatz 7, Seelow, geöffnet Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Dienstag durchgehend bis 18 Uhr, oder nach Vereinbarung, Tel. (Mit Anrufbeantworter) 03346 8525065, Büro Berlin 030 22771426, E-Mail: hans-georg.vondermarwitz@bundestag.de

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