Donnerstag, 2. September 2010

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Pioneer darf bis 2011 in Neutrebbin Genmais testen

Letschin ArrayDie Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais in Neutrebbin und an weiteren Standorten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern ist der Firma Pioneer gestern vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unter Auflagen genehmigt worden. Man sehe "bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen keine Risiken für Mensch und Umwelt", teilte das Bundesamt gestern mit. Damit darf das Unternehmen Pioneer in den Jahren 2008 bis 2011 auf einer Fläche von maximal 1,2 Hektar pro Standort und Jahr gentechnisch veränderten Mais anpflanzen. Nach Angaben des Bundesamtes sei die Firma beauflagt, zwischen den Freisetzungsflächen und konventionellen Maisbeständen 200 Meter sowie zu ökologisch bewirtschafteten Maisfeldern 300 Meter Abstand einzuhalten. Damit soll ein Verbreiten des gentechnisch veränderten Mais verhindert werden. Zudem ist der Betreiber der Versuchsfläche verpflichtet, diese mit dem Hinweis "Versuchspflanzen, nicht zum Verzehr oder zur Verfütterung" zu kennzeichnen. Eine Verwendung als Lebens- oder Futtermittel ist nicht erlaubt. Pflanzenmaterial aus dem Versuchbereich und von den Abstandsflächen muss ist am Ende auf der Fläche gehäckselt und eingearbeitet werden, informierte das Bundesamt. Das gehäckselte Material kann unter Auflagen auch in einer Biogasanlage entsorgt werden. Zudem gehört zu den Versuchsauflagen die wöchentliche Kontrolle, ob unerwartete biologische Eigenschaften und Folgen zu beobachten sind. Im Jahr nach der letzten Freisetzung sind die Flächen zudem auf nachwachsenden Mais zu kontrollieren und dieser gegebenenfalls vor der Blüte zu vernichten. Die gentechnisch veränderten Pflanzen müssen in geschlossenen, beschrifteten Behältnissen transportiert und gelagert werden.

Für den Versuchsanbau in Neutrebbin ist Mais der Linie 98140 vorgesehen, in den ein Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus licheniformis sowie ein verändertes Maisgen übertragen wurde. Die beiden übertragenen Gene machen die Maispflanzen widerstandsfähig gegenüber zwei gegen Unkräuter gerichtete Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen, informierte das Bundesamt.

Im Vorfeld konnte jedermann zum Versuchsvorhaben Stellung nehmen. 151 Einwände wurden bei der Entscheidung berücksichtigt, informierte das Bundesamt für Verbraucherschutz.

"Die Zunft" präsentiert am Freitag. 21 Uhr, im Wilhelmsauer Gasthaus "So oder so" ihre neue CD. Damit manifestiert die Kultband aus dem Oderbruch einen Teil ihrer deutschsprachigen Rocktitel, auch wenn "Die Zunft" dafür bekannt ist, ihre Musik mit den verschiedensten Gastmusikern immer wieder neu zu gestalten. Zur CD-Premiere sind natürlich Gastmusiker dabei: Roman Streisandt (SPILWUT/Dudelsack), Thomas Sternberg (Driftwood/Pedal Steel Guitar), Romy Sydow (Saxophon) und Liesa Kleest (Gesang).



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