Eberswalde ArrayVon Hubertus Rö ß ler
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sowie mögliche Schneeverwehungen in der Region hatte der Deutsche Wetterdienst für das Wochenende angekündigt. Die Stadt Eberswalde und das Umland hätten sich gut auf die bevorstehenden Witterungsverhältnisse vorbereitet, versicherten die Verantwortlichen am Freitag. So seien sämtliche Räum- und Streufahrzeuge unterwegs, um die Straßen befahrbar zu halten. Die Stadt- sowie Kreisverwaltung sind in erhöhter Alarmbereitschaft und arbeiten eng mit Polizei, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutz zusammen. Selbst im Zoo gibt es zusätzliche Einsatzpläne, um die Fütterung der mehr als 1000 Tiere zu gewährleisten.
Auf dem Hof der Straßenmeisterei Eberswalde herrschte Freitagmittag normale Alltaggeschäftigkeit. Ein Lkw des Winterdienstes wurde mit neuem Streusalz aufgefüllt, die restlichen vier Räumfahrzeuge waren auf den 250 Kilometern Straße, für die der Landesbetrieb zuständig ist, unterwegs. "Wir erwarten keinen Ausnahmezustand durch den angekündigten erneuten Wintereinbruch" meinte Eckhard Schwitalski, Leiter der Straßenmeisterei.
Schwitalski ist seit 30 Jahren dabei und hat schon alles mitgemacht. Sein Team ist am Wochenende erstmals in diesem Winter mit sechs Mann rund um die Uhr im Einsatz. "Dennoch können wir nicht ständig überall sein", sagte er. Nach starkem Schneefall müssten die Räum- und Streufahrzeuge eine Strecke in beide Richtungen abfahren, um für ordentliche Straßenverhältnisse zu sorgen. "Das dauert bei dann 500 Kilometern Strecke natürlich dementsprechend länger", erklärte Schwitalski
"Die Stadt und die beauftragten Winterdienste versuchen alles, um das normale Leben aufrecht zu erhalten", versicherte auch Katrin Heidenfelder vom städtischen Bauhof. "Unsere Kapazitäten sind voll ausgeschöpft - mehr räumen und streuen können wir nicht." Für Notfälle hat die Stadt zudem zusätzliche Mitarbeiter in Rufbereitschaft gesetzt.
"Immerhin kommt das Unwetter erst zum Wochenende, so dass der Berufsverkehr nicht darunter leidet", sagte Heidenfelder. "Wer nicht unbedingt rausgehen muss, sollte lieber in der Wohnung bleiben." Den anderen rät sie äußerst vorsichtig zu fahren und selbstverständlich die vorgeschriebenen Winterreifen aufzuziehen. "Das Wichtigste ist und bleibt die gegenseitige Rücksichtnahme."
Das ist auch im Interesse der Feuerwehr, die allerdings keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat. "Wir sind bei jeder Witterung einsatzbereit", sagte Nikolaus Meier, Leiter der Berufsfeuerwehr Eberswalde. Technisch könne man sich auf starken Schneefall nicht vorbereiten. "Allerdings ziehen wir ab einer Schneedecke von zehn Zentimetern Schneeketten auf", erzählte Meier. Dadurch könne die Anfahrt der Feuerwehr etwas länger dauern als gewohnt.
Im Zoo Eberswalde hat man sich ebenfalls auf die angekündigten Schneemassen eingestellt. Zwei zusätzliche Mitarbeiter werden vor den Gehegen Schnee schippen, um die Fütterung der Tiere zu ermöglichen. "Alle unsere Mitarbeiter stehen bei Problemen zudem auf Abruf bereit", sagte Zoo-Chef Bernd Hensch.
Auch die Kreisverwaltung Barnim hat ihre Hausaufgaben gemacht und die Arbeitsfähigkeit noch einmal überprüft. Dafür seien sämtliche Melde- und Informationswege kontrolliert worden, sagte Pressesprecherin Marianne Schlestein. "Wir haben alle Telefonketten und die Spezialtechnik gecheckt. Außerdem stehen für den Fall der Fälle Notunterkünfte sowie Notstromaggregate zur Verfügung" berichtete sie.
Gemeinsam mit den Leitstellen der Polizei, den Landesbehörden sowie dem Lagezentrum für Brand- und Katastrophenschutz sei ein Notfallplan erarbeitet worden. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr seien in Rufbereitschaft für den möglichen Wintereinbruch.
Genug Streusalz gibt es auf jeden Fall. 550 Tonnen der weißen Masse lagern in einer großen Halle auf dem Hof der Straßenmeisterei Eberswalde. "Das würde bei den jetzigen Witterungsverhältnissen für vier bis sechs Wochen reichen", sagte Eckhard Schwitalski. Außerdem, so versicherte er, sei ja spätestens im April alles vorbei. "Der nächste Frühling kommt bestimmt!"

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