Biesenthal ArrayDie Finanzspritze mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II beträgt für alle Gemeinden des Amtes Biesenthal Barnim fast genau 800 000 Euro. Das ist fast soviel wie die Gemeinde Ahrensfelde mit ihren Ortsteilen erhält. Aufgeteilt werden die Biesenthaler Mittel auf 18 Projekte.
Bis auf eins der 18 Vorhaben der Gemeinden des Amtes Biesenthal-Barnim der Bereiche "Bildung" und "sonstige Infrastruktur" sind alle förderfähig und zum Abruf der Mittel freigegeben. Darüber informierte Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne. Eine Maßnahme, sie betrifft die Erneuerung der Heizwärmeleitungen der Stadt, befindet sich noch in der Abklärung mit dem Ministerium der Finanzen. Wie zu hören war, wolle man sich Gewissheit verschaffen, inwieweit die Heizleitung förderfähig ist, weil über sie nicht nur Schulen und Kitas, sondern auch Wohnungen mit Wärme versorgt werden. Bestätigt aber ist die Erneuerung der Fassade der Grundschule in Biesenthal.
In Rüdnitz gehören Kita und Gemeindezentrum zu den Projekten, mit denen nach dem Willen der Bundesregierung die Wirtschaft angekurbelt werden soll. Alle Projekte sollen ja zusätzlich zu den im Haushalt geplanten Investitionen erfolgen. In dem Zuge kann nun zwischen dem Rüdnitzer Gemeindezentrum, in dem sich auch die Kita befindet und dem zweiten Kita-Gebäude ein verbindender Übergang gebaut werden. Weil zudem künftig das bisherige Gemeindezentrum zur Kita wird, sollen auch noch die Sanitäranlagen kindgerecht eingerichtet werden, informierte die stellvertretende Kita-Leiterin Angelika Will. Weitere Rüdnitzer Projekte sind der Fahrradunterstand an der Bushaltestelle und die Sanierung der Trauerhalle. Insbesondere die Fassade soll wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden.
Um die Kita geht es auch im Breydiner Ortsteil Trampe. Dort sollen der Sanitär- und Küchenbereich erneuert werden, informierte Breydins Bürgermeister Peter Schmidt. Außerdem ist noch an eine neue Treppe zum Spielplatz und ein neues Spielgerät gedacht. Aus den Mitteln Breydins für "sonstige Infrastruktur" - es stehen rund 21 000 Euro zur Verfügung - soll das Gemeindezentrum im Ortsteil Tuchen innen und außen renoviert werden. Hinzu kommen die Sicherung des Fundaments der Tuchener Trauerhalle und ein neues Tor für den Friedhof.
Darüber hinaus sollen aus Konjunkturmitteln in Marienwerder der Sanitärbereich Kita Marienwerder saniert, das Bürgerhaus Ruhlsdorf und Außenanlagen Kita Ruhlsdorf gemacht werden. In Melchow ist die Erweiterung des Spielplatzes der Kita Melchow vorgesehen. Ein anderer Teil des Geldes wird dem Friedhof vorbehalten sein. Sydower Fließ hat sich die "Energetische Sanierung Turnhalle Grüntal" vorgenommen.
"Mit dieser Freigabe und der Einstellung der kommunalen Eigenanteile am Konjunkturprogramm II in die Gemeindehaushalte sind die Bedingungen für den jeweiligen Maßnahmenbeginn erfüllt", erklärte der Amtsdirektor. Die Amtsverwaltung Biesenthal werde schnellstmöglich die rechtlichen Schritte für einen frühen Baubeginn im Frühjahr 2010 auslösen.

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