Eberswalde Array"Der Regionalexpress 38447 über Bernau nach Berlin ist in seiner Ankunft voraussichtlich fünf Minuten später", tönt es durch die Lautsprecher am Eberswalder Hauptbahnhof. Grit Hamann (24) pendelt täglich zwischen Eberswalde und Berlin. Auch bei eisigen Temperaturen stört es die junge Frau nicht, dass sie zur Arbeit mit dem Zug fahren muss. "Eigentlich kommt es relativ selten zu Verspätungen", sagt sie. Ganz anders sieht das Nancy Grüschow (17): "Im Winter ist pendeln doof. Es ist kalt und die langen Wartezeiten nerven. Oft kommt es zu Verspätungen." Ähnlich beschreibt es auch Andrea Müller (46), die ebenfalls täglich zur Arbeit fährt. Im Winter sei es anstrengender zu pendeln. Sie sei genervt davon, wenn die Züge zu spät kommen. Wenn sie pünktlich sind, sei das alles gar kein Problem. "Wenn der Zug denn kommt, ist alles okay", sieht es Henrik Lasch (30) eher pragmatisch. Für den Studenten, der drei mal wöchentlich auf den Zug angewiesen ist, macht es keinen Unterschied zu welcher Jahreszeit oder bei welchem Wetter er in den Zug steigt. Die meisten Passagiere haben Verständnis für kleine Verspätungen und nicht so saubere beziehungsweise matschige Züge. "Aber man wird trotzdem etwas misstrauischer und ängstlicher", beschreibt eine 47 jährige Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte."Wenn etwas passiert, dann kommt es immer gleich richtig dicke und danach sind die Züge hoffnungslos überfüllt", begründet die Frau ihren Einwand. Mit fünf Minuten Verspätung fährt der Zug in den Bahnhof ein und die Pendler davon.
Bei der Barnimer Busgesellschaft kommt es kaum zu Verspätungen. Da sind es andere Probleme, mit denen Busfahrer und Passagiere zu kämpfen haben. "Im Winter ist es wesentlich schwieriger den Bus zu lenken, da ist alles Millimeterarbeit", erzählt Azubi Alexander Weiß. Die schmalen Straßen machen besonders zu schaffen. Der Busbahnhof sei nicht oder nur sehr schlecht geräumt, was zu Verärgerung führe. Ein Busfahrer, der seinen Namen nicht nennen möchte, sagt, dass die Haltestellen nicht genug geräumt werden. "Man muss sich immer entscheiden, ob die Fahrgäste, die vorne einsteigen, freien Zugang haben oder die Gäste, die hinten aussteigen. Der Zugang zu den Bussen ist beschwerlich und Schneeberge müssen übersprungen werden, was besonders Rentner stört. Und am Ende ist man immer der böse Busfahrer."

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