Donnerstag, 2. September 2010

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Winter setzt auch Räumfahrzeuge matt

Schwedt ArrayErneute Schneefälle und Wind haben am Dienstag auch in der Uckermark zu mehreren Unfällen und Verkehrschaos geführt. Nicht nur die Autofahrer mussten mit Neuschnee und Glätte fertig werden. Viele Straßen aber auch Gehwege waren schnell verweht und mussten immer wieder durch die Winterdienste und Hauseigentümer geräumt werden.

An manchen Stellen kamen selbst Räumfahrzeuge nicht mehr weiter. Beim Versuch, die Landstraße 25 zwischen der Autobahnanschlussstelle Schmölln und Schmölln am Dienstagabend zu räumen, rutschte ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn und kippte auf die Seite. Der Fahrer blieb unverletzt. Versuche, das Fahrzeug zu bergen, blieben erfolglos. Die L 25 musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Auch auf der Straße zwischen Landin und Heinersdorf ging Dienstagabend nichts mehr. Wie die Polizei informiert, war ein Räumfahrzeug in Schneewehen stecken geblieben. Es mussten von Schwedter und Landiner Feuerwehren herausgezogen werden. Neben dem Schneepflug waren etwa 20 Pkw von den Schneemassen eingeschlossen. Die Straße blieb bis Mittwochmittag für den Verkehr gesperrt.

Bereits am Dienstagnachmittag blieb ein Linienbus zwischen Pinnow und Mürow in einer Schneewehe stecken. Ein Pkw-Fahrer rutschte auf diesen Bus auf. Verletzte Personen gab es nicht. Im Bus befanden sich keine Fahrgäste. Die UVG schickte sofort ein Fahrzeug, um den Bus aus der Schneewehe zu befreien. Auch diese Straße musste für die Zeit der Bergung und Schneebeseitigung für kurze Zeit gesperrt werden.

Auf der Straße zwischen Bandelow und Karlstein blieben ein Pkw und ein Lkw in den Schneemassen stecken. Mit Hilfe eines Traktors konnten sie befreit werden. Die Fahrerin eines Pkw musste ihr Auto 600 Meter vor Sternfelde stehen lassen. Sie steckte in einer Schneewehe fest.

Auf der Landstraße 258 zwischen Bandelow und Schönwerder gerieten am Abend zwei Pkw in Bedrängnis. Ein Fahrzeug rutschte in den Straßengraben, ein weiteres blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Auch bei diesem Unfall blieben alle Beteiligten unverletzt. An den Autos entstand ein Gesamtschaden von rund 3000 Euro.

Insgesamt wurden der Polizei in der Uckermark für den Zeitraum von Dienstag bis Mittwochmorgen 17 Verkehrsunfälle gemeldet.

Die Härten des Winters bekam am Dienstagabend auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen zu spüren. Auf seiner Heimfahrt von Prenzlau nach Schwedt musste er gegen 20 Uhr an einem in den Schneemassen liegen gebliebenen Transporter vorbeifahren. Dabei fuhr er sich selbst fest. Mit einer Schaufel versuchte er, seinen Pkw zu befreien und half wie andere Autofahrer auch, den Transporter anzuschieben. Einige Kraftfahrer hatten befürchtet, im Fahrzeug übernachten zu müssen, als zum Glück ein Winterdienstfahrzeug kam und zumindest eine Fahrspur frei schieben konnte.



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