Donnerstag, 2. September 2010

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Für den Aufstieg zu grün

ArrayMüllrose Im Spitzenspiel der Verbandsliga Süd hat Gastgeber HSG Schlaubetal als Tabellendritter nach über zweieinhalb Jahren in eigener Halle gegen den Tabellenführer HSV Wildau die erste Punktspielniederlage hinnehmen müssen. Er unterlag mit 20:24 (11:10).

Es war insgesamt kein hochklassiges Spiel, das die 250 Zuschauer in der Schlaubetalhalle zu sehen bekamen. Dafür lebte dieses Spiel von der bis in die Endphase bestehenden Spannung. Wildau gewann dieses Spiel verdient, weil es in der Endphase seine Chancen konsequenter nutzte.

Schon in der Anfangsphase zeigten sich beide Mannschaften sehr nervös. Wildau konnte zwar schnell mit 2:0 in Führung gehen, nutzte jedoch drei aufeinander folgende Fehlwürfe der Müllroser nicht. So erzielte Michael Schmidt in der vierten Minute den Anschlusstreffer für die Gastgeber zum 1:2.

Aber auch danach konnten die Müllroser ihre Nervosität nicht ablegen. So baute Wildau die Führung bis zur achten Minute auf 4:1 aus. Danach folgte die stärkste Phase der Gastgeber in der ersten Halbzeit. Jetzt wurde in der Abwehr energischer zugepackt, und der erneut sehr gut haltende HSG-Torwart Marco Schwadtke konnte zwei platzierte Würfe abwehren. Das zeigte nun beim Tabellenführer Wirkung, der in den vier Angriffen nur noch einen Treffer per verwandeltem Siebenmeter erzielen konnte.

Dagegen gelangen den Müllrosern durch Michael Schmidt (2), Friedrich Hanschel und Philipp Ermling vier Tore in Folge zur 5:4-Führung (15.).

Danach verlief das Spiel über die Stationen 6:6 (17.), 8:8 (22.) und 9:9 (23.) vollkommen ausgeglichen. Dass sich in dieser Phase keine der Mannschaften absetzen konnte, lag vor allem in der auf beiden Seiten hohen Fehlerquote im Spielaufbau sowie dem Auslassen von Tormöglichkeiten.

Genauso nervös verlief für die Gastgeber auch der Beginn der zweiten Halbzeit. Nachdem Michael Schmidt auf 12:10 erhöht hatte, vergaben er und anschließend zweimal Friedrich Hanschel drei gute Gelegenheiten, und Wildau konnte stattdessen zum 12:12 ausgleichen. Daran schloss sich die stärkste Müllroser Phase an. Torhüter Marco Schwadtke parierte nacheinander vier Wildauer Würfe, und Matthias Stalla (2) sowie Robert Heise konnten drei Tore in Folge zur 15:12-Führung (37.) erzielen.

Doch auch diese Führung sorgte nicht für mehr Sicherheit bei den Gastgebern. Ganz im Gegenteil. Die Müllroser vergaben in der Folge selbst freistehend beste Möglichkeiten und brachten Wildau mehrfach durch einfache technische und Abspielfehler zusätzlich in Ballbesitz. Dadurch konnten diese den Rückstand verkürzen und in der 42. Minute zum 16:16 und in der 49. Minute zum 18:18 ausgleichen.

Die Endphase des Spiels machte dann deutlich, warum Wildau an der Tabellenspitze steht. Denn während es die Gastgeber nun "mit der Brechstange" in Form von unvorbereiteten Gewaltwürfen aus dem Rückraum versuchten und dabei reihenweise am eingewechselten Routinier im Wildauer Tor Volker Kauder scheiterten, spielten die Gäste ihre Angriffe konsequent aus und konnten sich damit einen letztlich verdienten Sieg sichern.

HSG Schlaubetal: Marco Schwadtke, Johannes Krüger (beide im Tor), Michael Schmidt (7/4), Robert Heise (2), Friedrich Hanschel (2), Pascal Hötzel, Paul Schmat, Philipp Ermling (2), Tobias Hötzel (1), Matthias Gliese (2), Matthias Stalla (4), Steffen Vogt;

SR: Jens Konrad/Jens Raddatz (SSV Falkensee); Zeitstrafen: HSG 5, Wildau 5; Siebenmeter: HSG 6/4, Wildau 7/7



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