Angermünde ArrayEin offener Brief der Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau sorgte in den vergangenen Tagen für Wirbel. In dem Schreiben, das die Vorsitzende Birgit Kühr unter anderem an Bürgermeister Wolfgang Krakow und die MOZ weiterleitete, klagt die Bürgergemeinschaft an: "So ganz still und leise wird nun die ehemalige BWG versteigert. Da kann man doch nur sagen: Gut gemacht, Herr Bürgermeister und Abgeordnete! Die BWG wurde für zwei Euro verkauft und die Bürgschaften in Millionenhöhe sind bis heute nicht bezahlt." Der Verein Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau fordert in dem Brief Konsequenzen von den Verantwortlichen. Inzwischen widerrief Birgit Kühr ihren offenen Brief wieder, nachdem BWG-Geschäftsführer Matthias Mengdehl Unterlassungsklage androhte. "Ich verwehre mich gegen die Darstellung in dem offenen Brief. Es ist unwahr, dass die BWG zwangsversteigert wird. Auch nicht Teile der BWG. Es wurden zwei Häuser über eine ordentliche und freiwillige Versteigerung veräußert, um dadurch die bestehenden Darlehen abzulösen", antwortet Matthias Mengdehl auf die Vorwürfe.
Die BWG war schon seit vielen Jahren defizitär und wäre ohne Zuschüsse der Stadt schon vor Jahren in die Insolvenz geraten. Das jährliche Defizit betrug bis 2007 zwischen 500 000 und 700 000 Euro. Diese Mittel mussten aus dem kommunalen Haushalt erbracht werden", erklärt Mengdehl. Außerdem seien die neuen Fernwärmeverträge mit den Städtischen Werken zu weit günstigeren Konditionen abgeschlossen als bisher, was dem Mieter zugute kommen wird.
Eines hat die Bürgergemeinschaft mit dem Brief dennoch bewirkt. "Wir wollten damit eine Diskussion und Stellungnahme der BWG erreichen", so Birgit Kühr.

Meist kommentierte Artikel
29.08.2010 18:46 Nachrichten
Sarrazin legt nach
15.06.10 20:15 LR Fürstenwalde
Beim 4. Kind soll ein Tragetuch genügen
23.07.10 08:01 LR Frankfurt (Oder)
Polen kaufen gern in Frankfurt ein
05.07.10 19:27 Berlin/Brandenburg
Frankfurt verliert Polizeipräsidium
19.04.10 21:06 LR Uckermark
„Korfu“ in Schutt und Asche