Donnerstag, 2. September 2010

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CDU will mehr Einfluss im Kreis

ArrayPrenzlau Die Uckermark-CDU will ihren politischen Einfluss im Landkreis und in den Städten spürbar stärken. Die Partei setzt dabei alle Hoffnungen auf ihre Landratskandidatin Karina Dörk, die am 28. Februar oder bei der Stichwahl danach das Mandat holen soll. "Das Land gehört nicht der SPD", sagt CDU-Kreisvorsitzender Jens Koeppen. Dabei will die Partei wieder die Führung in der Uckermark übernehmen. Die hatte sie mit Joachim Benthin über viele Jahre hinweg. Dann folgte für eine Wahlperiode Klemens Schmitz, der ursprünglich das SPD-Parteibuch besaß."Jetzt wünsche ich mir eine Landrätin, die bewusst für die CDU antritt", so Koeppen. "Wir wollen gestalten."

Gleichzeitig pocht die Partei auf einen Beigeordnetenposten. Denn CDU-Mann Reinhold Klaus, bisher Vize-Landrat, geht in wenigen Tagen in den Ruhestand. Ob die Christdemokraten wieder dieses Ressort anstreben und wer hier überhaupt als neuer Beigeordneter in Frage kommt, ist "Chefsache" und damit noch geheim.

Doch auch in Templin kämpft die CDU mit ihrem Favoriten Bernd Zimdars um den Chefsessel. Er tritt nun zum zweitenmal gegen Amtsinhaber Ulrich Schoeneich an. "Templin braucht einen anderen Bürgermeister", verkündet Jens Koeppen zuversichtlich. "Es gibt im Rathaus keine Visionen mehr, außer zu verwalten. Die Leute sind Schoeneich-müde."

Von einem Nachwuchs-Problem in der Uckermark will der Kreisvorsitzende nichts wissen. Ganz im Gegenteil, vor allem in Schwedt, im Amtsbereich Oder-Welse und in Lychen fanden junge Leute gerade in jüngster Zeit zur christdemokratischen Politik. Daran habe auch das Bundestagsmandat einen großen Anteil. "Im Unterschied zur SPD sind wir keine zentralisierte Kaderverwaltungspartei - und das ist nicht mal böse gemeint", so Koeppen. "Unsere Leute sind meist mit Herzblut Unternehmer oder in guten Positionen und müssen dann ihren Betrieb sausen lassen. Eine schwere Entscheidung."

Problematisch ist allerdings die CDU-Lage in Prenzlau geworden. Ausgerechnet in der Kreisstadt hat sich die Fraktion mit einem Paukenschlag aufgelöst. Sehr zum Ärger des Kreisvorsitzenden, der die Motive als moralisch verwerflich bezeichnet. Denn Hintergrund waren Unstimmigkeiten über die Besetzung des Beigeordnetenpostens im Rathaus. Man wollte den eigenen Ortsvorsitzenden nicht als Kandidaten.

Jetzt sitzt noch ein einziger CDU-Mann im Stadtparlament. Obwohl der Schock nachwirkt, bleibt die Partei optimistisch und hofft auf mögliche Rückkehrer. "Eine Fundamentalopposition zum neuen Bürgermeister wird es aber nicht geben", beschwört Jens Koeppen die Richtung. Vor seiner Wahl hatte man Hendrik Sommer die volle Unterstützung zugesichert. "Jetzt denken ein paar Abgeordnete, dass sie blockieren können. Aber die kommen wieder zu Verstand."



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