Donnerstag, 2. September 2010

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Hallendach eingestürzt

Eberswalde Array

Vermutlich unter hoher Schneelast eingestürzt ist das Dach einer Lagerhalle auf dem Strebedt-Gelände an der Heidestraße. Unter den Trümmern begraben lagen Baumaterialien der Firma TVS-Logistik. Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht in dem Gebäude. Sicherheitshalber wurde der Trümmerberg von Hunden der Hundestaffel der Bundespolizei durchsucht.

Der Mieter der Strebedt-Halle, TSV-Logistik-Geschäftsführer Ingolf Speer, sprach von Glück im Unglück. Er vermutete aber angesichts einer sperrangelweit offenen Tür und davor liegender Rohre und anderen Baumaterials einen Einbruch in das Gebäude. Alle Mitarbeiter mit Schlüssel zum Gebäude, so hatte ein Rundruf ergeben, waren unversehrt. Könnte ein Dieb unter den Trümmern begraben liegen?

Einsatzleiter Rainer Depke, von der Feuerwehr war um 10.40 Uhr alarmiert worden. Auf Rufe von Feuerwehrleute in die Halle kam keine Antwort, kein noch so schwacher Hilferuf zurück. Was tun? Unglücksort sichern und Rettung organisieren. Um kein Risiko einzugehen und eventuell doch verschütteten, hilflosen Personen jede Hilfe zukommen zu lassen, wurde die Hundestaffel für die Suche in den Trümmern alarmiert. Ein Großaufgebot an Rettungskräften traf vor Ort ein. Neben Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wurde das Technische Hilfswerk angefordert. Ein Rettungshubschrauber stand bereit. Feuerwehrleute seilten sich von der Drehleiter ab, um von oben den Schaden zu begutachten und nach Verletzten Ausschau zu halten. Über einen anderen Weg durfte wegen der offenkundigen Einsturzgefahr kein Retter hinein, ehe die Trümmerhalle nicht gesichert war. Das bestätigte auch Alexander Stolpe von der Polizei. Auch er sprach von einem möglichen Einbruch. Nach Abschluss der Rettungsversuche nimmt sich die Kripo der Sache an.

Die Sicherung des in Trümmern liegenden Unglücksortes unterstützte dann das Technische Hilfswerk. Udo Götze, kommissarischer Baudezernent im Eberswalder Rathaus, war sehr früh selbst vor Ort und nahm das Trümmerfeld in Augenschein. Er ordnete wegen der anhaltenden Einsturzgefahr sofort eine bauaufsichtliche Sperrung der Halle an. Rettungskräfte und Suchhunde untersuchten lange das Trümmerfeld. Glücklicherweise lag unter dem herabgestürzten Dach keine Person begraben. Am Nachmittag wurde die Suche beendet.

Feuerwehr und THW haben in den vergangenen Tagen viele Dächer von Kitas, Schulen, des Bades von Schnee befreit.



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