Fredersdorf-Vogelsdorf ArrayKlare, objektiv definierte Regeln mit festgelegten Abständen zu Kita, Schulen, Wohnbebauung - das sollte für alle Mobilfunkanbieter geklärt sein, die weitere Anträge zur Errichtung von Funkmasten im Ort stellen. Damit favorisiert die Bürgerinitiative "Funkturmwächter" einen rechtsverbindlichen Teilplan, der dem gemeindlichen Flächennutzungsplan beigefügt werden könnte.
Das ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung, zu der die Bürgerinitiative betroffene Anwohner, Gemeindevertreter, Gemeindeverwaltung und Kita-Beschäftigte am Sonnabend ins Sportlerheim Florastraße eingeladen hatte. Als die Hände zu jener Abstimmung nach oben flogen, hatten die Teilnehmer bereits eine fast zweistündige Diskussion hinter sich. "Sehr ausgewogen, produktiv und die Vielschichtigkeit des Themas zeigend", lobte Bürgermeister Uwe Klett (Linke), der den Vorschlag Teilplan zum Flächennutzungsplan in die Debatte geworfen hatte. Er versprach, das Ansinnen möglichst im März in den Bauauschuss zu bringen.
"Funkturmwächter" favorisieren Idee
Zuvor hatten Roland Hillmann und Matthias Murugiah vom Führungszirkel der "Funkturmwächter" über die jüngsten Entwicklungen berichtet. So hatte der Landkreis die gemeindliche Ablehnung des beantragten Maststandortes im Bahnhofsbereich nahe der neu erbauten Kita "Wasserflöhe" kurzerhand ersetzt. Neue Möglichkeiten der Einflussnahme sollten gemeinsam gesucht werden. "Dabei wollen wir der Gemeindevertretung in jener Sache den Rücken stärken", so Hillmann und Murugiah.
Denn die Regelungen der Bundesregierung zielen nicht darauf ab, Mobilfunk überflüssig zu machen. Es geht um Abdeckung des Bedarfs in der Fläche. Dass es gerade bei E-Plus in Fredersdorf-Vogelsdorf Lücken gibt, bestätigten mehrere Teilnehmer der Veranstaltung, die aus diesem Grund inzwischen zu anderen Anbietern gewechselt sind. Daher könne es nur um ein wirkungsvolles Konzept gehen, die akzeptabelsten Standorte für Masten zu finden. Dabei seien auch die Bürger mit Vorschlägen gefragt. Wenn auch ein Stück Petershagen-West mit einem solchen Masten abgedeckt würde, sollte man diese Frage auch gemeinsam angehen, empfahl Bürgermeister Klett zudem das Einbinden der Nachbargemeinde.
Einig war man sich auch darin, nicht nachzulassen, öffentlich auf die Problematik hinzuweisen. Sei es durch Plakate oder Handzettel mit Argumentationslinien, durch Anfragen auf allen parlamentarischen Ebenen, direkte Gespräche mit der Bahn und E-Plus.

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