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Eisenbahnstraße als Tor zum Zentrum

ArrayDie Idee, die Eisenbahnstraße zu beleben, ist nicht neu. Den ersten Anlauf hatte Geschäftsmann Rainer Kattanek schon vor elf Jahren unternommen. Damals allerdings fehlte es an Mitstreitern. Ein weiterer Versuch vor gut zwei Jahren scheiterte ebenso. "Ich wollte schon fast aufgeben", sagt Kattanek. Im November vergangenen Jahres kam er mit Thomas Krieg vom benachbarten Copyshop Druckexpress zusammen. Beide wurden sich schnell einig, das Projekt Eisenbahnstraße doch nicht fallen zu lassen und weitere Partner ins Boot zu holen. Entstanden ist das Projekt "Kunst trifft Wirtschaft", mit dem sich der Wirtschafts-Interessen Ring (WIR) auch erfolgreich an der CityOffensive 2010 der Industrie- und Handelskammer beteiligt hat. Das Konzept überzeugte. 10 000 Euro hat der erste Platz eingebracht.

"Das Geld werden wir beispielsweise für Kunstprojekte und den Aktionstag am 28. August einsetzen", so WIR-Vorstandsvorsitzender Marco Zucknick. Der Eisenbahnstraße komme als Bindeglied zwischen Zentrumskern und Bahnhof eine besondere Bedeutung zu. "Sie ist das Tor zur Stadt. Unser Ziel ist es, sie als solches für die Bewohner und Besucher von Eberswalde spürbar werden zu lassen", fügt Zucknick hinzu.

Rund 150 Händler, Dienstleister, Handwerker, Gewerbetreibende und Gastronomen zählt die Eisenbahnstraße derzeit. Dieses Potenzial soll sich in den nächsten zehn Jahren nahezu verdoppeln. WIR hat sich dazu Stadt, Unternehmerverband, die Vereine Altstadtcarrée, Stadtbummel und Zainhammer Mühle ins Boot geholt. Letzterer gab gestern mit der Aktion Schaufenstergedichte im Mode-Eck den Startschuss für verschiedene Kunstprojekte. "Ziel ist es, auf die Eisenbahnstraße aufmerksam zu machen, mehr Leben in die Straße zu holen und Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Dazu sollen an Gebäuden, auf Hinterhöfen, in Geschäften und auf der Straße bleibende oder vergängliche Kunstwerke geschaffen werden. Sie sollen zum Blickfang werden, hässliche Ecken attraktiver machen", erklärt Vereinsvorsitzende Veronika Brodmann.

Ein weiteres Kunstprojekt ist der Mühlenspiralweg. Die Idee stammt von Mühlenmitglied Sabine Eggeling. Sie will mit Hilfe vieler Mitstreiter einen roten Teppich gestalten, der sich zum Aktionstag am 28. August entlang der Eisenbahnstraße vom Bahnhof bis zur Volksbank mit 134 Spiralen ausbreitet. Dazu gesucht werden rote feste Stoffe von mindestens ein mal ein Meter, abzugeben unter anderem im Copyshop, Eisenbahnstraße 83, und im Kulturamt der Stadt. Der Hauseigentümer der Eisenbahnstraße 30 sucht Gestaltungsideen, die das Gebäude optisch aufwerten. Der Forstfasching will mit seinen Kulissen Hinterhöfe beziehungsweise Gärten zum Schauplatz eines Kostümfestes machen. Das Passagekino soll a la Christo verhüllt werden. Der Sport soll gleichfalls nicht zu kurz kommen. Am 21. März, 10 Uhr, wird "angeradelt". "Ich kann die Initiative des WIR nur begrüßen. Wir werden ihr hilfreich zur Seite stehen", sichert Bürgermeister Friedhelm Boginski, der die Schirmherrschaft für den Kunstwettbewerb übernommen hat, zu.

Details zum Projekt gibt es am Donnerstag, 4. März, 19 Uhr in der Bierakademie.



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