ArrayDas Desaster um Griechenland hat ein anderes Wirtschaftsdrama verdrängt, das nicht weniger Aufmerksamkeit verdient: den Absturz des britischen Pfunds. Dessen Talfahrt beschleunigte sich zuletzt und es notierte diese Woche gegenüber dem US-Dollar mit unter 1,50 auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Erinnerungen an den Herbst 1992 werden wach, als Finanzspekulanten auf eine Pfund-Abwertung wetteten und diese gegen den Willen Londons durchsetzten.
Nun ist das Pfund wieder ins Visier von Spekulanten geraten. Knackpunkt sind die ungeheuren Staatsschulden, die Großbritannien angehäuft hat. Das bankenlastige Land wurde von der Finanzkrise besonders getroffen und erreicht dieses Jahr mit einer Neuverschuldung von 13 Prozent griechische Dimensionen.
Wie London trotz seiner an sich robusten Volkswirtschaft davon herunterkommt, ist unklar, zumal sich für die Wahlen im Mai unklare Mehrheiten zwischen Labour und Konservativen abzeichnen. Es fehlt der Glaube an eine durchsetzungsfähige Regierung, die den Etat sanieren könnte. Davon ernährt sich die Spekulation.

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