ArrayDekoriert mit zwei Landesmeistertiteln im Ergometerrudern, kehrten die Nachwuchs des Frankfurter Ruder-Clubs von 1882 aus Schwedt heim.
Die Frankfurter gingen mit 17 Athleten zwischen zwölf und 18 Jahren bei den offenen Landesmeisterschaften im Ergometerrudern in Schwedt an den Start. Nach Berlin, Cottbus und Lübeck ist es für den FRC der vierte und zugleich letzte Wettkampf dieser Art. Dabei sprangen insgesamt sieben Podiumsplätze heraus.
Den ersten Landesmeistertitel erkämpft sich Jessika Fuhr bei Leichtgewichts-Juniorinnen B (15/16 Jahre) über 1500 Meter. Nach dem Start lag sie auf Position zwei. Im weiteren Rennverlauf übernahm sie die Spitze, erreichte mit persönlicher Bestzeit von 5:46,6 min und einem Vorsprung von 16 Sekunden den ersten Platz. Damit konnte sie freudestrahlend die Goldmedaille entgegennehmen. Gleiches gelang auch Janek Mücksch bei den Leichtgewichts-Jungen der AK 14 über 1000 Meter. Sein Rennen war an Dramatik kaum zu überbieten. Auf der ersten Streckenhälfte noch im Mittelfeld liegend, konnte er sich kontinuierlich Stück für Stück an den Führenden herankämpfen. Mit einem starken Endspurt schob sich Janek auf den letzten Metern noch auf den ersten Platz. Dabei verbesserte er seine persönliche Bestzeit um sechs Sekunden auf 3:56,9 min und darf sich nun erstmals Landesmeister nennen.
In einem Pokal-Staffelrennen für Kinder ging für den FRC ein Mixed-Vierer mit Laura Krause, Laura Moegelin, Claudius Leischer und Wynton Frase (alle Jahrgang 1997) über 4x500 m an den Start. Auch dieses Rennen entwickelte sich zu einem echten Krimi. Zunächst führte das FRC-Quartett auf den ersten 1500 Metern das Feld an, doch auf den letzten Metern kam die Mannschaft aus Schwedt immer dichter heran. Es wurden die letzten Kraftreserven mobilisiert. Mit Erfolg, denn mit 0,5 Sekunden Vorsprung rettete sich der FRC ins Ziel und nahm den begehrten Pokal in Empfang.
Laura Moegelin startete zuvor bei den Leichtgewichts-Mädchen der AK 13 über 1000 m und kam als Zweite ins Ziel. Auch der Junioren-Mixed-Vierer mit Anne Dickerboom, Jessika Fuhr, Felix Kanicke und Dominic Langen landete hinter Schwedt auf Platz zwei.
Bei den A-Junioren (17/18) ging Bodo Schacher ins Rennen. Er war bereits vor zwei Wochen mit einer DRV-Juniorenauswahl im Achter in Turin gestartet. Bei Italiens größter Langstreckenregatta über 6000 m mit über 1700 Teilnehmern belegte er mit dem DRV-Team Platz 3. In Schwedt wollte er sich auf dem Ruderergometer beweisen. Nach dem Startkommando ging er mit hoher Frequenz auf die Strecke und schob sich nach und nach an die zweite Position. Trotz eines starken Endspurts verpasste er den Sieg nur um 0,9 Sekunden, wurde in 6:13,7 min Zweiter. Sein Bruder Arne erkämpfte sich bei den Jungen der AK 14 über 1000 m mit neuer persönlicher Bestzeit (3:26,3) den 3. Platz.
Nach der langen Winterperiode mit geschlossener Eisdecke auf der Oder warten nun die FRC-Ruderer wieder sehnsüchtig auf den Beginn des Freilufttrainings.

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