Biesenthal ArrayIn diesem Jahr will die Amtsverwaltung tief in die Tasche greifen, um die Informationstechnik auf den Schreibtischen der Mitarbeiter und drumherum zu modernisieren. Nahezu 100 000 Euro aus dem Amtshaushalt sollen für die Virtualisierung in der Computerwelt der Amtsverwaltung ausgegeben werden.
Kern der ganzen Angelegenheit ist, dass zwischen dem aktuellen Geschehen am Arbeitsplatz der jeweiligen Mitarbeiter und dem Betriebssystem eine Zwischenebene geschaffen wird. Sie soll ermöglichen, dass mit mehreren Programmen gleichzeitig gearbeitet werden kann, indem zum Beispiel zusätzliche virtuelle Desktops geschaffen werden können. Dafür muss die gesamte Soft- und Hardware erneuert werden.
Derzeit ist das Arbeiten am Computer relativ häufig unerfreulich. So listet ein Papier der Amtsverwaltung häufige Abstürze der Computer vor allem am Standort Plottkeallee, langsames Arbeiten der Computer sowie Verzögerungen beim Ausdrucken von Bescheinigungen und anderen Unterlagen auf. Werde an Servern gearbeitet oder werden diese neu gestartet, müssen mehrere Mitarbeiter informiert werden, damit sie ihre Programme herunterfahren. Diese Arbeitsunterbrechungen seien natürlich unerfreulich. Nicht zuletzt müsse berücksichtigt werden, dass durch die Umstellung der Haushalte auf die Doppik sich der Aufwand für die Haushalte der sechs Kommunen und des Amtes verdoppele.
"Es ist schon so, dass die Arbeit immer komplexer wird", rechtfertigt der Vorsitzende des Amtsausschusses André Stahl die nicht ganz unbedeutende Ausgabe. Das vorhandene System stoße einfach an seine Grenzen. Es gebe immer mehr umfangreichere Spezialprogramme, zum Beispiel im Bereich Liegenschaften, in dem man von Luftbildern zu genaueren Angaben über die Flur und Flurstücke kommen kann, um nur ein Beispiel zu nennen.
Allerdings fürchtet er, dass die veranschlagte Summe ein wenig hoch ist. Darum sprach sich Stahl dafür aus, dass die Ausschreibung für die Software und Hardware von der Amtsverwaltung noch einmal kritisch geprüft werden sollte. Dirk Siebenmorgen, Vertreter der Stadt Biesenthal im Ausschuss, erklärte in der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses, dass insbesondere das Leistungsverzeichnis kritisch unter die Lupe genommen werden sollte.
Mit diesen Vorgaben hat der Amtsausschuss die Freigabe der Haushaltsmittel beschlossen. Zwölf Mitglieder waren dafür, ein Mitglied des Gremiums stimmte mit Nein und zwei enthielten sich der Stimme.

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