Schwedt ArrayIn diesem Jahr öffnet in Schwedt eine neue Schule. Die erste freie, nichtstaatliche Grundschule soll in das Gebäude der Lindenallee 32 einziehen. Die Wobag und der Schulträger, die Schulstiftung der Evangelischen Kirche, einigten sich auf einen langjährigen Mietvertrag und auf ein Konzept zum stufenweisen Ausbau der Schule. Der Schulverein für die Evangelische Grundschule hat bereits 15 Anmeldungen für die erste Klasse.
Während es in viel kleineren Kommunen längst freie Schulangebote gibt wie die Freie Schule Angermünde oder die Evangelische Salveytal-Grundschule in Tantow hatten Eltern in Schwedt für ihre Kinder bisher keine solche Wahl. In der größten Stadt der Uckermark gibt es nur staatliche Grundschulen. Die Evangelische Kirche hatte seit langem das Ziel, eine eigene Schule als Alternative anzubieten. Wenn, dann in Schwedt, beschloss der Kirchenkreis seinerzeit. Aber erst jetzt, 20 Jahre nachdem es die rechtliche Möglichkeit für freie, private Schulen gibt, wird das Projekt offenbar wirklich in die Tat umgesetzt.
"Wir sind mit unseren Vorbereitungen so weit, dass wir sicher sagen können, im August dieses Jahres wird die Evangelische Grundschule Schwedt starten. Die Schulkonzeption ist erarbeitet, Lehrer werden gerade ausgewählt, und mit der Wobag ist ein langfristiger Mietvertrag für das ehemalige Bürgerhospital ausgehandelt. Und die ersten 15 Kinder sind bereits angemeldet", konnte Martina Radloff, Vorsitzende des Schulvereins, jetzt freudig verkünden.
Ihr und den anderen Initiatoren der Gründung einer Evangelischen Grundschule Schwedt ist es besonders wichtig, dass Schwedt ein alternatives Angebot zu den vorhandenen Grundschulen erhält. "Die bestehenden Grundschulen sind gut ausgestattet und gut organisiert. Dennoch haben einige Eltern Vorbehalte, ihre Kinder in staatliche Schulen zu schicken, wenn sie zum Beispiel erfahren, wie wenig an diesen Schulen an Reformpädagogik Einzug gehalten hat oder wie bestimmte Werte vermittelt werden", erklärt Martina Radloff. "Wir möchten eine Schule aufbauen, die christliche Werte vermittelt, wo Kinder lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, statt sich gegen andere durchzusetzen. Wir wollen uns an den reformpädagogischen Ideen von Maria Montessori orientieren, Religionsunterricht als verbindliches Lehrfach, eine breite Einbeziehung der Eltern in die Schulgestaltung, gemeinsame Mahlzeiten und ein Klima von Vertrauen und Wohlfühlen."
Als Schulträger wurde die Schulstiftung der Evangelischen Kirche gewonnen, ein erfahrener Träger, der elf Schulen betreibt. Im Haus in der Lindenallee soll im nächsten Schuljahr eine erste Klasse starten. Später ist ein Ausbau mit Mensa, gläsernem Staffelgeschoss und vielleicht sogar für weiterführende Klassen geplant.
Noch können Eltern weitere Schüler anmelden. Abhängig vom Verdienst ist ein monatliches Schulgeld fällig, durchschnittlich 75 Euro, sagt der Verein. Es gibt auch die Möglichkeit der Schulgeldbefreiung. "Jeder, der sein Kind gern in unsere Schule schicken möchte, soll dazu die Möglichkeit haben. Es wird auch Probezeiten und die Möglichkeit der Ummeldung geben", erklärt Martina Radloff.
Evangelische Grundschule, Kontakt: www.schule-schwedt.de

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