Brasília ArrayAußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist am späten Dienstagabend (Ortszeit) in Brasilien, der letzten Station seiner knapp einwöchigen Südamerika-Reise, eingetroffen. Am heutigen Mittwoch wird er in der Hauptstadt Brasília zunächst mit Industrieminister Miguel Jorge und anschließend mit Außenminister Celso Amorim zusammenkommen. Bei den Gesprächen dürfte es auch um wirtschaftliche Themen gehen, denn Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. In dem Land sind 1200 deutsche Unternehmen aktiv, die 250 000 Menschen beschäftigen und rund 10 Prozent zum industriellen Bruttoinlandsprodukt beitragen.
Westerwelle kam aus Uruguay, wo er mit Außenminister Luis Almagro ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet hatte. Uruguay steht derzeit noch auf einer "Grauen Liste" von Steueroasen, die die internationale Standards zum Austausch von Finanzdaten nicht einhalten.
Am Donnerstag wird Westerwelle in São Paulo eine Rede vor deutschen und brasilianischen Unternehmern halten. Außerdem stehen Besuche in einem Siemens-Werk und der größten deutsche Auslandsschule auf dem Programm. Zum Abschluss seiner sechstägigen Reise fliegt der Außenminister am Freitag nach Rio de Janeiro, wo er sich über die anstehenden Sport-Großereignisse informiert. Brasilien richtet 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft und 2016 die Olympischen Spiele in Rio aus. Westerwelle hat auf seiner bislang längsten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt vor Brasilien und Uruguy bereits Chile und Argentinien besucht.

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