Donnerstag, 2. September 2010

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Funkmast – die Gemeinde wehrt sich

Das Verwaltungsgericht Frankfurt ArrayZwischen Hoffnung auf eine gütliche Lösung, einer gerichtlichen Ausei nandersetzung, Zugeständnissen und medienträchtigen Aktionen - in diesem Spielraum bewegen sich derzeit die Fredersdorfer. Was viele umtreibt, ist immer noch und schon wieder der geplante Funkmast von E-Plus.

hat die Eilrechtsschutzklage der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf abgelehnt. Mit dieser wollten die Gemeindevertreter erreichen, dass E-Plus vorerst nicht bauen kann, obwohl es der Landkreis genehmigt hat. Das Mobilfunkunternehmen will direkt am S-Bahnhof Fredersdorf und nur wenige Meter entfernt von der neuen Kita "Wasserflöhe" einen 42 Meter hohen Stahlgittermast aufbauen. Dagegen ist an sich nichts auszusetzen, doch was die Gemeinde und allen voran auch eine Bürgerinitiative erzürnt, ist der dafür geplante und vom Landkreis genehmigte Bauplatz. Denn mitten in einer frisch angepflanzten Grünfläche soll er stehen. "Diese Bäume sind der Ausgleich für das Grün, das dem Bau der Kita Wasserflöhe weichen musste. Ich halte es für ein sehr schlechtes Signal an die Bürger, wenn der Kreis auf der einen Seite Ausgleichspflanzungen verlangt und dann zusieht, wie sie mit einem Federstrich beseitigt werden", so Bürgermeister Uwe Klett (Linke).

Er hat in den vergangenen Wochen mit der Deutschen Bahn gesprochen, die oben erwähntes Grundstück der Gemeinde zur Verfügung gestellt und gleichzeitig an E-Plus vergeben hat. Mit dem Ziel, dass der Standort des Mastes um wenige Hundert Meter in Höhe eines ehemaligen Stellwerkes verschoben wird. "Die Bahn hat damit keinerlei Probleme", so Klett. Aber E-Plus. Steffen Branse, Referent bei E-Plus, führt in einer Mail an den Bürgermeister nicht nur an, dass eine Bauplanänderung Kosten von 14 500 Euro nach sich ziehen würden, sondern auch, dass die Verschiebung "funktechnisch suboptimal" wäre. Das wiederum bezweifelt Klett, denn das TÜV-Gutachten sagt aus, dass trotz Verschiebung der Suchkreis weiter optimal sei. Gleichzeitig sei die Gemeinde bereit, die Mehrkosten zu übernehmen. "Und wir als Landkreis würden sofort die Baugenehmigung erteilen", sicherte Landrat Gernot Schmidt (SPD) gegenüber der MOZ gestern zu.

Und was passiert nun? Die Gemeindevertreter haben sich in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich dafür ausgesprochen, in die nächst höhere Instanz zu gehen und den Fall dem Oberverwaltungsgericht vorzulegen. Landrat Schmidt wiederum teilte mit, jetzt einen Gesprächstermin mit E-Plus zu vereinbaren. Eine zeitliche Verzögerung habe es gegeben, weil eine wichtige Mitarbeiterin erkrankt war. "Ich muss aber betonen, dass ein solches Gespräch ein reiner Gütetermin ist, denn rechtlich haben wir nichts in der Hand", so der Landrat.

Währenddessen trommeln Roland Hillmann und mehrere Gemeindevertreter um Unterstützung der Bürger in Fredersdorf-Vogelsdorf. "Wir sind nicht gegen den Funkmast, aber an dieser Stelle. Das wollen wir mit einer medienträchtigen Aktion deutlich machen. Gespräche dazu hat es in dieser Woche mit dem Elternbeirat der Kita, Gemeindevertretern und der Kita-Leiterin gegeben", so Roland Hillmann von der Bür gerinitiative.



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