Bad Freienwalde Array14 Demonstranten haben am Freitag in der Eberswalder Straße in Bad Freienwalde vor dem Wohnhaus eines Landwirts demonstriert, der genveränderten Mais anbauen soll. Auch im Garten hinter seinem Haus soll er auf drei Quadratmetern BT-Mais gepflanzt haben, proklamierte Thomas Janoschka aus Bernau vom Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg per Megafon. Der Bauer, der genmanipulierten Mais anbaue, kenne die Risiken, bestreite sie aber.
Gegen Gentechnik: Demonstration in der Eberswalder Stra▀e in Bad Freienwalde. Am Megafon: Thomas Janoschka vom Aktionsb³ndnis. Foto: MOZ/Steffen G÷ttmann
Laut eines Runderlasses der brandenburgischen Landesregierung müssten Genmaisfelder mindestens 800 Meter von Naturschutz- und Flora-, Fau- na-, Habitat- (FFH)-Gebieten entfernt liegen. Genmais enthalte zur Abwehr von Insekten giftige Stoffe. Diesem Verbot komme aber nicht nach, wenn er Genmais hinter dem Haus anpflanze, denn die Oder-Hänge seien FFH-Gebiete. "Das Land sollte nicht nur Runderlasse herausgeben, sondern sie auch durchsetzen", so Janoschka.
Anlass für die Demonstration war ein zweiter Prozess am Amtsgericht Bad Freienwalde gegen Teilnehmer der sogenannten "Feldbefreiungsaktion" in Altreetz vor einem Jahr. Ein Öko-Landbau-Student aus Witzleben musste sich am Freitag wegen Sachbeschädigung verantworten. Er hatte genmanipulierte Maispflanzen herausgerissen.

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