ArrayDer Bunte Hering lockt auch die Schachfreunde nach Frankfurt. Bereits zum vierten Mal lud die Märkische Oderzeitung anlässlich des Stadtfestes zum Turnier "Schwarz auf Weiß". Dieses Schnellschachturnier gewann in diesem Jahr der Potsdamer Karsten Graudons. Er besiegte schon in der zweiten Runde den an Nummer eins gesetzten Werner Püschel von der SG Lasker-Steglitz.
Doch dies war nicht die einzige Überraschung der zweiten Runde. Die Deutsche Jugendmeisterin Bo Penne verlor knapp gegen Torsten Schöder aus Lübbenau auf Zeit, nachdem sie ihre fünfzehn Minuten Bedenkzeit vollends ausgeschöpft hatte. Auch im Frankfurter Duell gab es eine Vorentscheidung: Nachwuchshoffnung Florian Kugler riskierte gegen den Routinier Thomas Noack (beide SV Preußen) alles und wurde dafür schließlich mit dem vollen Punkt belohnt.
Am Ende wurde Werner Püschel mit knappem Rückstand Zweiter, der dritte Platz ging an Horst Schinagl. Knapp an dem Podium vorbei, fand sich der Frankfurter Nachwuchsspieler Florian Kugler auf Rang vier ein. Ohne Pokal ging er dennoch nicht aus: Er wurde mit seinen fünf Punkten bester Spieler U18. Der beste Spieler unter vierzehn Jahren wurde Timo Domschke (SSG Lübbenau) mit drei Punkten. Beste Spielerin wurde Bo Penne, die etwas unter Form agierend nur auf dem zwölften Rang im Gesamtklassement landete.
Recht ungewohnt sind für die Schachfreunde die Spielbedingungen bei diesem Turnier, da es rundherum Blas- und Volksmusik gab. Das Ambiente inmitten vorbeiströmender Zuschauer wiegt dies aber mehr als auf. Insgesamt konnte Turnierleiter Norbert Heymann dreißig Teilnehmer bei dem Turnier begrüßen.

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