Lüsse ArraySchon am zweiten Wettkampftag hat das Wetter entscheidend den Ablauf der 30. Segelflug-WM im brandenburgischen Lüsse beeinflusst. Regen und stürmische Winde verhinderten am Montag den geplanten Start der 130 Teilnehmer aus 34 Ländern, die in drei Klassen die Weltmeister ermitteln. Mit variierten, kleineren Wettkampfaufgaben wollten die Veranstalter am Nachmittag auf die Situation reagieren, ansonsten müsste der Flugtag ganz neutralisiert werden. Insgesamt sind vier Flugtage zur Ermittlung der Champions Pflicht, 13 Wettkampftage hat der Veranstalter angesetzt.
Die Teilnehmer der Segelflug-Weltmeisterschaft warten auf dem Flugplatz in L³sse (bei Belzig) auf den Start. Foto: dpa
Für die acht deutschen Starter hatten die Wettbewerbe in den Klassen 15 m Spannweite, 18 m und Open Class nicht nach Wunsch begonnen. Nur Tassilo Bode (Gifhorn) konnte sich in der Open- Kategorie als Zehnter unter den Top 10 der ersten Wertung platzieren. In der 15-Meter-Klasse belegten die Brüder Martin und Georg Theisinger (Landau) sowie die amtierende Frauen-Weltmeisterin Katrin Senne (Böblingen) die Ränge 18, 22 und 26, allerdings mit geringen Punktrückständen auf die Vorderplätze. Der Tagessieg ging an den Briten Timothy Scott, Titelverteidiger Janusz Centka (Polen) flog nur auf Rang 25.
Einige andere Favoriten wie der britische Titelverteidiger in der 18-m-Klasse Phil Jones waren sogar zu Outlandings gezwungen und konnten damit nicht punkten. Die Deutschen Jürgen Schuster (Ansbach) und Hermann Leucker (Leverkusen) hielten in dieser Kategorie mit den Rängen 12 und 14 Anschluss an die Spitze. In der Offenen Klasse hegen die Gastgeber mit Titelverteidiger Michael Sommer (Kirchstätten) und Ex-Weltmeister Holger Karow (Ergolding) die größten Hoffnungen. Doch mit den Plätzen 13 und 17 sowie einem 10. Rang von Tassilo Bode (Gifhorn) haben die deutschen Starter auch noch Steigerungsbedarf.

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