ArrayMit einer "weißen Weste" stürmte der Ex-Frankfurter Martin Brüdigam, der jetzt für Potsdam spielt, zum Sieg der offenen Frankfurter Meisterschaften und verteidigte damit seinen Vorjahrestitel erfolgreich. Insgesamt beteiligten sich 43 Akteure an dem dreitägigen Schachturnier.
Duell um den Turniersieg: Der spõtere Gewinner der Frankfurt Open Martin Br³digam (l./USV Potsdam) hier gegen seinen ehemalige Teamgefõhrten vom SV Preu▀en, Florian Kugler, der am Ende als Vierter bester Oderstõdter war.
Bereits zum sechzehnten Mal fanden die Frankfurter Schach-Open am Wochenende ihre Ausrichtung. In den Räumen der Europa-Universität spielten insgesamt 43 Akteure um den Sieg bei der offenen Stadtmeisterschaften. Nach fünf zu spielenden Runden konnte Vorjahressieger Martin Brüdigam vom USV Potsdam mit der vollen Punkteausbeute den Siegerpokal entgegennehmen und damit seinen Titel verteidigen.
Mit dabei waren in diesem Jahr wieder Spieler aus Berlin und ganz Brandenburg. Aber auch aus Slubice konnte Turnierleiter Thomas Noack zwei junge Schachfreunde begrüßen. Und die zeigten bereits in den ersten Runden, dass sie nicht zu unterschätzen waren. So besiegte Jan Grabowski den routinierten Luckauer Reinhardt Semmler und sorgte damit bereits im Verfolgerfeld für eine gehörige Überraschung.
Um den Turniersieg spielten aber andere: Nach drei von fünf Runden hatten einzig Martin Brüdigam, Ruprecht Pfeffer und Florian Kugler noch eine weiße Weste. Nachdem Brüdigam in einer packenden Zeitnotschlacht gegen Pfeffer in der vierten Runde die Übersicht behielt und den vollen Punkt mitnahm und Florian Kugler überraschend gegen den dreimaligen Stadtmeister Werner Püschel siegte, bahnte sich in der fünften Runde der entscheidende Kampf um den Titel an: Brüdigam, der bis zu seinem Wechsel nach Potsdam im Sommer selbst noch am ersten Brett des SV Preußen gespielt hatte, musste nun gegen die neue Nummer Eins Preußens, Nachwuchshoffnung Florian Kugler, ran. Dieser konnte nach langem Kampf jedoch nichts gegen die Erfahrung des einstigen Frankfurter Punktegaranten ausrichten und musste sich geschlagen geben. Durch diese Niederlage fiel Kugler auf Platz vier zurück.
Aufsehen zum Ende erregte aber nicht der Ausgang der Spitzenpartie, sondern eine tiefere Paarung. Völlig unerwartet bezwang der nur an Rang elf gesetzte Herzberger Uwe Seigerschmidt den viermaligen Open-Sieger Ruprecht Pfeffer (Weiße Dame Berlin) und schob sich damit noch auf Platz drei vor. Auch gegen den Zweitplatzierten, Manfred Lenhardt aus Biberach, hatte er einige Runden zuvor das Unentschieden gehalten und so den Grundstein für den Podestplatz gelegt.
Beste Spielerin wurde Elisa Silz vom ausrichtenden USC Viadrina mit drei Punkten. Weitere Sachpreise gingen an Michal Zaporowski (Slubice, 4,0 Punkte), Theresa Pohl (USC Viadrina, 3,0) und Nico Zorn (SC Luckau, 2,5).
Mit seinem vierten Platz wurde Florian Kugler sowohl bester Jugendlicher als auch bestplatzierter Frankfurter. Er wird die Oderstädter nun bei den Landesmeisterschaften der Herren im kommenden Jahr vertreten.
Ergebnisse: 1.Martin Brüdigam (USV Potsdam, 5,0 Pkt.),2.Manfred Lehnhardt (TG Biberach/4,5),3.Uwe Seigerschmidt (SV Königsspring/4,5),4.Florian Kugler (SV Preußen/4,0),5.Michal Zaprowski (Slubice/4,0),6.Werner Püschel (SV Preußen/3,5),7.Jan Grabowski (Slubice/3,5),8.Martin Staven (SV Preußen/3,5),9.Ruprecht Pfeffer/SC Weiße Dame),10.Elisa Selz (USC Viadrina),11.Reinhardt Semmler (Einheit Luckau),12.Tobias Lenz (Pneumant Fürstenwalde),13.David Möwisch,14.Nino Arndt (beide SV Preußen),15.Theresa Pohl (USC Viadrina),16.Sebastian Lischke (Stahl Eisenhüttenstadt),17.Frank Urbanek (SV Preußen),18.Carlo Borchardt (Stahl Eisenhüttenstadt),19.Gerd Scholz (SV Preußen - alle 3,0 Punkte).

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