Strausberg ArrayEin Strausberger "Haus der Beratungen" entsteht in der Hegermühlenstraße 9 c: Im Erdgeschoss der Rechtsanwaltskanzlei Mußmann/Brause eröffnete der Sozialverband Deutschland eine Sozialberatungsstelle.
Andrang: Armin Glõser, Bodo Feige, Armin D÷tsch, Petra K³hn, Sabine Kaprzak, Justizministerin Beate Blechinger (CDU), der Vizeprõsident des Sozialverbandes Deutschland Lothar Dufke, Bodo Neuenfeld, Martina Reichel, Petra Hackbarth und Hans-J÷rg Ludwig.
"Den Menschen helfen, ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, denn das kann nicht jeder", so brachte Hoppegartens Bürgermeister Klaus Ahrens (CDU) das Anliegen des Sozialverbandes Deutschland auf den Punkt, als er am Mittwoch ein kurzes Grußwort zur Eröffnung der Sozialberatungsstelle in Strausberg hielt. Aus vielen Orten der Region waren Gäste gekommen, denn in vielen Orten halten Ehrenamtler des Sozialverbandes regelmäßig Sprechstunden ab, so in Rüdersdorf, Hoppegarten, Neuenhagen, Müncheberg und anderen. "All diese Anlaufpunkte bleiben auch erhalten", betonte der Vorsitzende des seit Anfang 2008 aufgebauten Bezirksverbandes Brandenburg-Ost, Hans-Jörg Ludwig.
Der 53-Jährige hat auch genau das Durchschnittsalter des heutigen Kreisverbandes Märkisch-Oderland. Als er den Vorsitz des damaligen Orts- und Kreisverbandes Strausberg im Jahr 2002 übernahm, waren die 48 Mitglieder im Schnitt 76 Jahre alt. Jetzt sind es 230 Mitglieder in MOL, seit am Mittwoch sogar 231, denn Justizministerin Beate Blechinger (CDU) meldete sich vom Kreisverband Elbe-Elster, wo sie vor Jahren geworben wurde, nach MOL um.
Sie freue sich über die Eröffnung dieses Beratungszentrums, sagte die Politikerin: "Oft ist es schwierig für sozial benachteiligte Menschen, Behinderte und deren Angehörige, alle Informationen über gesetzliche Regelungen, die sie betreffen, zu recherchieren. Viele haben gar nicht die Möglichkeiten dafür. Sie bieten diese Informationen verschiedener Fachgebiete gebündelt an, das halte ich für enorm wichtig."
Kein anderer Verband verfüge über eine so große Kompetenz im Sozialrecht, Arbeitsrecht und Rentenrecht, betonte denn auch der Vizepräsident des Sozialverbandes Deutschland Lothar Dufke. Sein Kreisverband, Dithmarschen in Schleswig-Holstein, hat die Patenschaft über "die MOLer", wie er sagt, übernommen. Das geht weit über gegenseitige Besuche und Grußadressen hinaus: "Wir werden unseren gerade verabschiedeten Geschäftsführer Günther Hollm von November bis Februar jeweils für eine Woche pro Monat auf unsere Kosten zu euch delegieren, damit er hier im Haus Menschen berät."
Der Sozialverband Deutschland erhält keinerlei öffentliche Mittel und finanziert sich nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Der Landesverband Berlin-Brandenburg wird für Strausberg eine Sozialrechtsberatungsstelle finanzieren. Die wird demnächst ausgeschrieben. Sonst werden erfahrene Ehrenamtler die Rat Suchenden beraten, ihnen beim Ausfüllen von Anträgen helfen oder sie an andere Spezialisten wie Rechtsanwälte, Schuldnerberatung oder Ähnliches weitervermitteln. "Dies wird ein großes Haus der Beratung", sagte Hans-Jörg Ludwig am Mittwoch, denn im Gebäude arbeiten schließlich auch die Kanzlei der Rechtsanwälte Anke Mußmann und Jörg Brause und der Steuerberater Matthias Götzel.
Der Bezirksverband Brandenburg-Ost des Sozialverbandes hat Ortsverbände in
Beeskow, Fürstenwalde, Schwedt, Strausberg, der berlinnahen S 5-Region, den Doppeldörfern, Wriezen, Frankfurt (Oder), Königs Wusterhausen und bald in Seelow und wird von Strausberg aus geleitet.
Die Strausberger Sozialberatungsstelle in der Hegermühlenstraße 9 c ist Montag und Mittwoch 10 bis 13 Uhr, Dienstag, 16.30 bis 17.30 Uhr und Donnerstag 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Meist kommentierte Artikel
29.08.2010 18:46 Nachrichten
Sarrazin legt nach
15.06.10 20:15 LR Fürstenwalde
Beim 4. Kind soll ein Tragetuch genügen
23.07.10 08:01 LR Frankfurt (Oder)
Polen kaufen gern in Frankfurt ein
05.07.10 19:27 Berlin/Brandenburg
Frankfurt verliert Polizeipräsidium
19.04.10 21:06 LR Uckermark
„Korfu“ in Schutt und Asche