Donnerstag, 2. September 2010

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Ökodorf erhält junge Allee

Chorin ArrayStraßenbauer haben es dieser Tage nicht gerade leicht. Schon die Ankündigung eines Vorhabens ruft die Baumschützer auf den Plan. Ob Danewitz, Joachimsthal oder Britz/Golzow - vielerorts entbrennt ein Streit um Alleen. Die Grünen fürchten um den Bestand der alten Baumreihen. Lautstark und zum Teil medienwirksam kämpfen sie deshalb für den Erhalt. Bauherren, darunter der Landkreis Barnim und Gemeinden, sehen sich als angebliche Frevler an den Pranger gestellt.

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In genau diesen Zeiten, da es um den Einsatz der Motorsäge geht, setzt der Landkreis Barnim ein Zeichen - oder besser Bäume. Im Ökodorf Brodowin im Amt Britz-Chorin hat die Kreisverwaltung jetzt eine komplett neue Allee angelegt. Eine Allee mit insgesamt 105 Winterlinden zwischen Weißensee und der Dorfmitte. Einen der letzten Bäume haben Vizelandrat Carsten Bockhardt und Amtsdirektor Rainer Schneider am Dienstagnachmittag gemeinsam symbolisch in die Erde gebracht. Finanziert wurde die Allee aus dem sogenannten Ersatzpflanzungsfonds des Landkreises.

"Ich habe schon wenigstens 600 Bäume gepflanzt", erklärte Rainer Schneider mit der Schippe in der Hand. Dass er mit den Naturschützern auf Kriegsfuß stehe, sei ein Gerücht. Bockhardt indes machte keinen Hehl daraus, dass es aufgrund der Debatten und der Haltung der Grünen immer schwerer werde, geeignete Standorte für Ersatzpflanzungen zu finden. Nicht nur, dass die Baumpflege bzw. der Schnitt mit teilweise hohen Kosten für die Kommunen verbunden ist. Etliche haben inzwischen auch die Erfahrung gemacht, wie viel Ärger unter Umständen der Ersatz einer Baumes bereiten kann. "Auch hier in der Gemeinde war deshalb viel Überzeugungsarbeit nötig", so Bockhardt. Aufgrund möglicher Probleme mit Bäumen würde inzwischen ebenso das Engagement von Bürgern nachlassen. Mit ihrer rigorosen Haltung hätten die Grünen leider das Gegenteil von dem erreicht, wofür sie eintreten.

Trotz des symbolischen Aktes - die Pflanzaktion wurde ganz fachmännisch begutachtet, von der Firma KIS, die die restlichen 104 Bäume gesetzt hat. Die Winterlinde sei als Alleebaum besonders geeignet, weil sie mit ihrer schmalen Krone wenig ins Straßenprofil hineinrage, hieß es vor Ort. Die in Brodowin gepflanzten Bäume sind bereits sechs Jahre alt. Vor dem Einsetzen ins Pflanzloch wurden die Gehölze im Weißen See gewässert. "Da können sich die Wurzeln noch einmal richtig vollsaugen", so ein Experte.

Die junge Allee säumt den soeben sanierten Straßenabschnitt zwischen Kuhstall und 30er Kurve im Ökodorf. Die ersten Pflegeschnitte will der Landkreis Barnim übernehmen.

Straßenbauer haben es dieser Tage nicht gerade leicht. Schon die Ankündigung eines Vorhabens ruft die Baumschützer auf den Plan. Ob Danewitz, Joachimsthal oder Britz/Golzow - vielerorts entbrennt ein Streit um Alleen. Die Grünen fürchten um den Bestand der alten Baumreihen. Lautstark und zum Teil medienwirksam kämpfen sie deshalb für den Erhalt. Bauherren, darunter der Landkreis Barnim und Gemeinden, sehen sich als angebliche Frevler an den Pranger gestellt.

In genau diesen Zeiten, da es um den Einsatz der Motorsäge geht, setzt der Landkreis Barnim ein Zeichen - oder besser Bäume. Im Ökodorf Brodowin im Amt Britz-Chorin hat die Kreisverwaltung jetzt eine komplett neue Allee angelegt. Eine Allee mit insgesamt 105 Winterlinden zwischen Weißensee und der Dorfmitte. Einen der letzten Bäume haben Vizelandrat Carsten Bockhardt und Amtsdirektor Rainer Schneider am Dienstagnachmittag gemeinsam symbolisch in die Erde gebracht. Finanziert wurde die Allee aus dem sogenannten Ersatzpflanzungsfonds des Landkreises.

"Ich habe schon wenigstens 600 Bäume gepflanzt", erklärte Rainer Schneider mit der Schippe in der Hand. Dass er mit den Naturschützern auf Kriegsfuß stehe, sei ein Gerücht. Bockhardt indes machte keinen Hehl daraus, dass es aufgrund der Debatten und der Haltung der Grünen immer schwerer werde, geeignete Standorte für Ersatzpflanzungen zu finden. Nicht nur, dass die Baumpflege bzw. der Schnitt mit teilweise hohen Kosten für die Kommunen verbunden ist. Etliche haben inzwischen die Erfahrung gemacht, wie viel Ärger unter Umständen der Ersatz eines Baumes bereiten kann. "Auch hier in der Gemeinde war deshalb viel Überzeugungsarbeit nötig", so Bockhardt. Aufgrund möglicher Probleme mit Bäumen würde inzwischen das Engagement von Bürgern nachlassen. Mit ihrer rigorosen Haltung hätten die Grünen leider das Gegenteil von dem erreicht, wofür sie eintreten.

Trotz des symbolischen Aktes - die Pflanzaktion wurde ganz fachmännisch begutachtet von der Firma KIS, die die restlichen 104 Bäume gesetzt hat.

Die Winterlinde sei als Alleebaum besonders geeignet, weil sie mit ihrer schmalen Krone wenig ins Straßenprofil hin-einrage, hieß es vor Ort. Die in Brodowin gepflanzten Bäume sind bereits sechs Jahre alt. Vor dem Einsetzen ins Pflanzloch wurden die Gehölze im Weißen See gewässert. "Da können sich die Wurzeln noch einmal richtig vollsaugen", erklärte ein Firmenexperte.

Die junge Allee säumt den soeben sanierten Straßenabschnitt zwischen Kuhstall und 30er Kurve im Ökodorf. Die ersten Pflegeschnitte will der Landkreis Barnim übernehmen.



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