Eisenhüttenstadt Array"Kultur macht Spaß! Kultur muss sein!" Diese Worte schallten in dieser Woche während einer Pause über den Schulhof des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Und ein wenig fühlte man sich in Mozarts Zeiten zurückversetzt. Denn überall flanierten junge Leute mit weißen Perücken und eleganten Roben über den Hof. Grund für die ungewöhnliche Theatervorstellung war der 1. Internationale Tag des Schultheaters. Und dessen Ziel war es, lautstark für kulturelle Bildung einzutreten, erklärt Heike Steinhagen, die am Gymnasium Darstellendes Spiel unterrichtet. Vor dem Hintergrund der geplanten Schulzeitverkürzung von 13 auf 12 Jahre fürs Abitur befürchtet nicht nur sie, dass unter dem geringeren Stundenkontingent vor allem die künstlerischen Fächer wie Musik, Darstellendes Spiel (DSP) und Kunst leiden könnten. "Dabei sind gerade diese Fächer wichtig, um emotionalen Stress abzubauen", betont sie.
Ungew÷hnliche Hofpause: Sch³ler des Kurses Darstellendes Spiel erregten Aufsehen im Gymnasium. Foto: GMD/Janet Neiser
"Ich finde die Aktion gut", sagt Zwölftklässler Wito Krüger. Vor etwa einer Woche sei Heike Steinhagen in seinen Musikkurs gekommen und habe gefragt, ob Wito und die anderen sich nicht daran beteiligen wollen. Lange gezögert hat niemand.
Selbst die stellvertretende Schulleiterin, Kerstin Paust-Loch, nahm aktiv an der Maskerade auf dem Schulhof teil. Musische Fächer seien genauso wichtig wie gesellschafts- und naturwissenschaftliche, sagt sie. Gerade gegenüber dem jungen Fach Darstellendes Spiel gebe es aber noch immer einige Ressentiments. "Viele tun das als Quatsch ab. Dabei ist es gut für die Rhetorik, die Körperbeherrschung und die Teamfähigkeit der Schüler. Und es macht Spaß", betont Paust-Loch.

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