Potsdam ArrayEr ist sechs Meter groß und ziemlich gefräßig: Zum Abschluss ihrer Kampagne gegen weitere Braunkohletagebaue haben deren Initiatoren am Donnerstag in Potsdam einen Kohle-Dinosaurier symbolisch zu Grabe getragen. Die Figur des "Kohlosaurus" stand den Angaben zufolge für die veraltete "Dinosaurier-Technik" der Stromgewinnung aus Braunkohle und landete am Ende der Aktion in einem Sarg vor dem Brandenburger Tor in Potsdams Stadtmitte. Mit dem Dinosaurier waren die Kohle-Gegner seit Mitte Januar durch acht märkische Städte gezogen.
Die letzte Mahlzeit f³r den "Kohlosaurus": Zum Abschluss ihrer Kampagne gegen weitere Braunkohletagebaue tragen deren Initiatoren am gleichen Tag in Potsdam einen sechs Meter hohen Kohle-Dinosaurier symbolisch zu Grabe. Foto: dpa
Für einen Erfolg des Volksbegehrens "Keine neuen Tagebaue" müssen bis zum 9. Februar 80 000 Unterschriften gesammelt werden. Zur Halbzeit Mitte Dezember waren es erst 6239, die meisten (1849) kamen im Landkreis Spree-Neiße zusammen. Die nächsten Zahlen würden erst nach Ablauf der Frist in etwa eineinhalb Wochen bekanntgegeben, hieß es am Donnerstag aus dem Büro des Landesabstimmungsleiters. Würde die geforderte Zahl erreicht, müsste sich der Landtag mit dem Thema beschäftigen und es könnte zu einem Volksentscheid kommen.
Der Energiekonzern Vattenfall plant für den Aufschluss neuer Tagebaue die Umsiedlung der vier Lausitz-Gemeinden Proschim, Atterwasch, Kerkwitz und Grabko. Die brandenburgische SPD- Landtagsfraktion bekannte sich zum Abschluss ihrer zweitägigen Neujahrsklausur am Donnerstag in Fürstlich Drehna (Dahme-Spreewald) noch einmal klar zur Braunkohle.

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